Günstige Möbel – aber wie?

Neues Jahr - neue Möbel: Tipps zum günstigen Möbelkauf

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Neue Möbel können das Lebensgefühl verändern – doch was ist beim Kauf zu bedenken?

Neue Möbel im neuen Jahr – ein schöner Traum für viele Menschen. Doch was ist dabei zu beachten und wie lässt sich der Geldbeutel dabei entlasten?

Ist die Couch abgewetzt und die Küche fällt bald auseinander – es ist immer mal wieder Zeit für neue Möbel. Oder es geht um den Umzug in die erste eigene Wohnung. Egal, wie die Gründe aussehen, wer Möbel kaufen will, braucht in erster Linie Geld. Besonders Couch, Wohnzimmerschränke oder die Küche gehören zu den großen Anschaffungen. Mehrere tausend Euro kann das Ganze kosten.

Neben den Ersparnissen sind es besonders Finanzierungen, die hierfür in Anspruch genommen werden. Haushalte sind allerdings immer gut beraten, den Kauf vorzubereiten – und nicht aus dem Bauch heraus zu entscheiden. Und noch etwas ist im Hinterkopf zu behalten: Bevor eine Couch oder die Küche zuhause steht, vergehen im Regelfall einige Wochen. Rechtzeitig mit den Planungen anzufangen lohnt sich.

Was brauche ich?

Der Möbelkauf ist eine recht simple Sache. Einfach ins nächste Möbelhaus fahren, sich eine schicke Couch aussuchen und einfach mitnehmen. Naja, wer schon einmal eine Couch oder eine Küche gekauft hat, weiß um die Herausforderungen beim Möbelkauf. Während ein paar Küchenstühle und die Kommode für den Flur noch relativ problemlos zu bekommen sind, wird es bei einer kompletten Kücheneinrichtung oder dem Mobiliar für das Wohnzimmer sehr schnell schwieriger.

Wo liegen die Herausforderungen beim Möbelkauf. Auf der einen Seite steht die Frage im Raum, was braucht der Haushalt? Beispiel Couch: Neue Sitzmöbel für das Wohnzimmer gab es zu Großmutters Zeiten für das Gros der Bevölkerung nur in Standardausführungen. Heute reicht das Design von der klassischen Couch für zwei bis drei Personen über:

  • L-Sofa 
  • Recamiere 
  • Big Couch

bis zum Multifunktionstalent – der Schlafcouch. Das Grunddesign ist aber nur ein Punkt. Heute kann in einer Familie über den Bezug genauso viel Streit entbrennen wie über die Frage, welche Farbe die neue Couch haben soll.

Aufgrund dieser Aspekte ist es anzuraten, mit einer Checkliste zu arbeiten, welche folgende Fragen beantwortet.

1. Wie groß muss das neue Möbel sein?

Die Abmessungen spielen immer eine wichtige Rolle. Passt die Wunschcouch nicht ins Wohnzimmer, bleiben nun mal nicht viele Handlungsoptionen übrig. In der Planung muss es zuerst also darum gehen, die Größe zu bestimmen.

2.  Wie strapazierfähig muss die Oberfläche sein?

Neue Möbel kosten – etwa im Fall der Couch, einer TV-Schrankwand mit Vitrine oder der Küche einige tausend Euro. Die Freude über neue Möbel wird garantiert getrübt – wenn nach wenigen Wochen der Hund die Schrankwand benagt oder Kinder auf der Ledercouch Ketchup verteilen. Generell ist in die Bedarfsplanung einzubeziehen, wie robust ein Couchbezug oder das Furnier der Schränke sein muss. Ein Punkt, der sich auch in Bezug auf die Kosten bemerkbar macht.

3. Wie sieht es mit der Funktionalität aus?

Die neue TV-Schrankwand sieht edel aus – leider passt der neue Fernseher nicht. Und die Couch ist spitzenmäßig bequem, nur die Schlaffunktion für eine Person ist zu wenig. Zwei etwas auf die Spitze getriebene Beispiele. Aber: Sie zeigen, dass Design und Look nicht mit der Funktion deckungsgleich sein müssen.

Zu guter Letzt geht es noch um eine ganz andere Frage: Welche Möbel brauche ich eigentlich? Beim Auszug aus der elterlichen Wohnung ist eine komplette Wohnungseinrichtung gefragt. Oft gilt dies auch für den bedauernswerten Fall einer Trennung. Wer für den Job umzieht, bringt im Regelfall aber schon ein Teil der Einrichtung mit.

Wie finanziere ich den Möbelkauf?

TV Bänke kosten im Schnitt 300 Euro bis 500 Euro, eine Couch mal schnell 2.500 Euro und eine neue High-End Küche mit allen Geräten – inklusive Kühlschrank mit Ice-Maker – fix 10.000 Euro. Bis 1.000 Euro werden viele Haushalte den Kauf der Möbel aus den Ersparnissen finanzieren. Der Vorteil: Es entstehen keine Kosten durch Kreditzinsen und der Haushalt ist auch nicht an den Vertrag gebunden, aus dem sich – bei einer Veränderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen – finanzielle Risiken ergeben.

Ab 1.000 Euro denken viele Familien über Kredite oder Händlerfinanzierungen nach. Es geht hier meist um:

Ratenkredite von Banken 0-Prozent-Finanzierung Händlerkredite.

Letztere werden durch Möbelhäuser in der Regel in Zusammenarbeit mit Banken angeboten – es handelt sich eigentlich um klassische Ratenkredite.

Welche Vorteile haben die einzelnen Finanzierungen?

Bankkredit: Mit einem Ratenkredit in der Tasche kann ein Haushalt als Barzahler auftreten. Ähnlich dem Autokauf lässt sich beim Kauf einer Küche oder einer teuren Couch so ganz anders mit dem Möbelhaus verhandeln. Es sind im besten Fall einige Prozent Preisnachlass drin – oder es gibt Elektrogeräte obendrauf. Gegenüber der Händlerfinanzierung hat das Ganze einen weiteren Vorteil. Ratenkredite sind leichter zu vergleichen. Trotzdem können zu einzelnen Angeboten immer wieder tiefergehende Fragen auftauchen, die sich nicht mit der Standard-Prozedur erklären lassen. Dies kann vom zweiten Kreditnehmer über Bürgen bis hin zu speziellen Bonitätsfragen viele Bereiche betreffen. 

Händlerfinanzierung: Ratenkredite, die direkt beim Händler zustande kommen, können eventuell sehr günstig sein – gerade wenn mit hohen Nachlässen im Gegenzug für den Abschluss der Finanzierung geworben wird. Auf der anderen Seite ergeben sich hier oft zwei Probleme. Diese Finanzierungen sind bezüglich der Vergleichbarkeit mit anderen Produkten nicht selten etwas intransparenter. Auf der anderen bietet sich hier weniger Spielraum für Verhandlungen mit dem Möbelhaus. 

0-Prozent-Finanzierung: Seit einigen Jahren sind diese Kredite in vielen Bereichen des Einzelhandels zu finden. Der Vorteil ist natürlich die Tatsache, dass hierbei kein Euro an Zinskosten durch den Haushalt zu stemmen ist. Auf der anderen Seite sollten Käufer solche Angebote stets kritisch beäugen – nicht selten gibt es versteckt höhere Grundpreise oder ähnliches.

Tipp: Wer die Nachteile eines Bankkredits umgehen, allerdings dessen Vorteile nicht ungenutzt lassen will, kann sich um ein Verwandtendarlehen bemühen. Diese Sonderform des Privatkredits ist heute nach wie vor zwischen Eltern und Kindern bzw. den Großeltern oder Geschwistern sehr stark verbreitet.

Tipps für den Möbelkauf

Bedarf und Finanzierung sind geklärt – wie geht es nun weiter? Haushalte werden jetzt gezielt nach Angeboten suchen. Gibt es Tipps, die Familien beachten sollten? Bei vermeintlichen Schnäppchenangeboten ist Vorsicht geboten. Hier kann es durchaus sein, dass die Möbel sehr lange im Lager gestanden haben – was der Qualität mitunter abträglich gewesen sein kann. Oder das Möbelhaus hat vor dem Start der Aktion den Grundpreis angehoben. Tipp: Eventuell sind online noch alte Preise für die Möbel zu finden, welche dieses „Schnäppchen“ entlarven.

Vorsicht bei 0-Prozent-Finanzierungen: Eine Händlerfinanzierung ohne Zins kann sich durchaus lohnen. Allerdings muss klar sein, dass hier nicht alle Verbraucherrechte gelten. Und die Verbraucherzentrale warnt noch aus einem anderen Grund: Teils koppeln Anbieter die 0-Prozent-Finanzierung mit zusätzlichen Angeboten, welche das Ganze wieder teurer machen. 

Umweltlabel im Auge behalten: Möbel werden heute oft aus Holzverbundstoffen und mit Lacken hergestellt. Gerade Familien mit Kindern sind beim Kauf gut beraten, auf eine Unbedenklichkeit der Produkte achten. Erkennbar ist dies meist an Umweltsiegeln oder ähnlichen Labeln – wie Umweltsiegel oder das DGM Label.

Ausstellungsstücke als Sparmöglichkeit

Bei Sondernageboten im Möbelbereich immer genau hinschauen.

Beim Kauf der Möbel kann gespart werden. Ein Tipp war bereits zu lesen – das Auftreten als Barzahler. Haushalte können aber auch anders den Rotstift ansetzen, etwa über den Kauf von Ausstellungsstücken. Diese sind bereits im Möbelhaus aufgebaut gewesen und werden meist mit einem deutlichen Preisnachlass angeboten. 

Aber auch B-Ware, wie: 

  • Möbel mit Produktionsfehlern 
  • Rückläufer und Retouren 
  • Möbel mit leichten Beschädigungen kommen als Sparmöglichkeit in Frage.

Fazit: Beim Möbelkauf sparen – mit den richtigen Tipps klappt´s 

Wegen dem Job umziehen, studieren oder Familienzuwachs – es gibt viele Gründe für einen Umzug und den Kauf neuer Möbel. Oder es braucht einfach mal einen Tapetenwechsel. Wer als Single oder Haushalt eine Couch braucht, muss oft etwas tiefer in die Tasche greifen. Oft wird dabei zu einer Finanzierung gegriffen. Clevere Haushalte nutzen trotzdem Möglichkeiten zum Sparen – etwa in dem zu Ausstellungsstücken gegriffen oder nach besonderen Schnäppchen gesucht wird.

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