WHO: Kaiserschnitt nur bei medizinischer Notwendigkeit

+
Ärzte helfen im Kreißsaal der Frauenklinik Erlangen einem Baby per Kaiserschnitt zur Welt. Foto: Daniel Karmann

Genf - Entbindungen mit Hilfe des Kaiserschnitts werden nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation zu oft ohne echte Notwendigkeit vorgenommen.

In solchen Fällen würden Frauen und ihre Babys dem Risiko von Gesundheitsschäden ausgesetzt, ohne dass dies ausreichend medizinisch gerechtfertigt wäre, erklärte die WHO in Genf.

Es sollten die individuellen Bedürfnisse der Patientin und ihres Kindes entscheidend sein und nicht eventuelle vorgegebene Raten, so die WHO. Seit 1985 werde allgemein zehn bis fünfzehn Prozent als "ideale Rate" für Kaiserschnitte angesehen.

Zwei Studien mit WHO-Beteiligung zeigten nun, dass bis zu einer Rate von zehn Prozent tatsächlich eine Verbesserung der Allgemeingesundheit von Müttern und Kindern vorliege sowie die Sterberate zurückginge. Darüber hinaus sei allerdings keine signifikante Verbesserung festzustellen.

Die Ergebnisse würden einerseits den Nutzen des Kaiserschnitts bestätigen, erklärte Marleen Temmerman, Expertin für Reproduktionsmedizin der WHO. Wie jeder chirurgische Eingriff berge aber auch ein Kaiserschnitt kurz- und langfristige Risiken. Diesen sollten Mutter und Kind nicht unnötig ausgesetzt werden.

dpa

Offizielle Stellungnahme der WHO, Englisch

Mitteilung, englisch

Meistgelesen

Stauprognose fürs Wochenende

Stauprognose fürs Wochenende

Drama auf Jahrmarkt: Sitze lösen sich aus Schaukel - 18-Jähriger stürzt in den Tod

Drama auf Jahrmarkt: Sitze lösen sich aus Schaukel - 18-Jähriger stürzt in den Tod

Flugbegleiter rät: Trinken Sie im Flugzeug keinen Kaffee

Flugbegleiter rät: Trinken Sie im Flugzeug keinen Kaffee

Angelina Jolie: So hat sich ihr Leben seit der Trennung von Brad Pitt verändert

Angelina Jolie: So hat sich ihr Leben seit der Trennung von Brad Pitt verändert

Hilfe für Bauern: EU sitzt auf größtem Milchpulverberg seit 20 Jahren

Hilfe für Bauern: EU sitzt auf größtem Milchpulverberg seit 20 Jahren

Peinliche Niederlage für Trump: „Obamacare“ wird nicht ersatzlos gestrichen

Peinliche Niederlage für Trump: „Obamacare“ wird nicht ersatzlos gestrichen

Kommentare