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Schwimmender Generator erzeugt auf der Meeresoberfläche Strom aus Wellen

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Von: Nadja Pohr

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Der schwimmende Generator des britischen Unternehmens SWEL
Der schwimmende Generator von SWEL ist leichtgewichtig und kann darüber hinaus mit einfachen Materialien konstruiert werden. © Screenshot YouTube/Sea Wave Energy Ltd - SWEL

Wind und Wasser sind geeignete Alternativen zur Gewinnung von Energie. Ein britisches Unternehmen entwickelte ein schwimmendes Kraftwerk, das leicht und einfach konstruiert ist.

London - Strom kann auf verschiedene Weisen produziert werden. Neben den eher umweltschädlichen und potenziell gefährlichen Atomkraftwerken greift man mittlerweile auch auf Wind und Wasser zur Energiegewinnung zurück. Windräder bieten sich als alternativer Stromlieferant in Deutschland an, doch der Ausbau stagniert derzeit. Wie effizient hingegen auch ein Wellenkraftwerk sein kann, bewies ein australisches Unternehmen. Bei Langzeit-Tests versorgte dieses eine Insel ein ganzes Jahr lang mit Strom und übertraf somit alle Erwartungen.

An etwas Ähnlichem, nur in einer kleineren Variante als das Wasserkraftwerk in Australien, forschte auch die britische Firma Sea Wave Energy Limited (SWEL) und entwickelte den „Wave Energy Converter“ (WEC), auch „Waveline Magnet“ genannt. Das schwimmende Kraftwerk ist leichtgewichtig und kann darüber hinaus mit einfachen Materialien konstruiert werden.

Schwimmender Generator ist bezahlbar und klimafreundlich

Die Konstruktion des „Waveline Magnet“ ist einfach und effektiv, wie ein Beispiel-Video von SWEL zeigt. Das wirbelsäulenartige Kraftwerk treibt an der Wasseroberfläche. Die treibenden Elemente schwimmen mit den Wellen und bewegen einen Arm, der am fixen Teil des Generators befestigt ist, um Energie zu erzeugen. Hinzu kommt, dass dieses Modell der Energiegewinnung bezahlbar und umweltfreundlich ist, wie das Unternehmen angibt. Denn die Materialien wie Plastik und verstärkte Kunststoffe benötigen keine spezialisierte Produktionslinie oder eine neue Infrastruktur, um sie herzustellen, berichtet t3n.de.

Durch die Leichtigkeit des schwimmenden Generators ist der Einsatz und die Bergung ebenfalls deutlich einfacher. Die Energiegewinnung leidet darunter nicht. „Eine mechanische Ausgangsleistung von bis zu 1 Pence/kWh, übertrifft den Referenzwert der Wellenindustrie und bringt die Technologie in ihrer vollen Leistungsfähigkeit auf Augenhöhe mit fossilen Brennstoffen”, heißt es von SWEL.

Wellenkraftwerk befindet sich noch in der Testphase

Erhältlich ist das Wellenkraftwerk des britischen Unternehmens aktuell noch nicht, da es sich noch in der Testphase befindet. Bevor das Kraftwerk in die Massenproduktion gehe, müssten zunächst weitere Testläufe gemacht werden, um mögliche Problem im Vorfeld herauszufiltern, heißt es vonseiten des Unternehmens.

Von der spannenden Idee hinter dem „Waveline Magnet“ zeigen sich auch viele Nutzer auf Facebook begeistert. „Großartig“, „Super Idee“ oder „Absolut interessant“, wird im Netz geschrieben. Doch nicht jeder ist überzeugt und sieht das Projekt auch kritisch. „Wie wirkt sich der Stromfluss auf die Meerestiere aus? Habe starke Bedenken“, schreibt eine Userin. „Und wie wird der Strom ins Netz eingespeist?“, fragt sich ein anderer. Mit Sicherheit werden die Fragen der Kritiker nach Abschluss der Testphase jedoch geklärt werden können.

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