Warnstreiks im öffentlichen Dienst: 37.000 auf der Straße

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Warnstreik in Düsseldorf. Foto: Maja Hitij

Erst Ostdeutschland, nun der Nordwesten, danach der Süden: Vor der nächsten Tarifrunde gehen viele Beschäftigte der Länder auf die Straße - statt in Schule oder Uniklinik, Behörde oder Gericht.

Düsseldorf/Hannover (dpa) - Bei der zweiten Warnstreikwelle im öffentlichen Dienst haben erneut zehntausende Beschäftigte der Länder die Arbeit niedergelegt. Schwerpunkt war Nordrhein-Westfalen, wo rund 20 000 Landesbedienstete in Düsseldorf für mehr Geld demonstrierten.

In vielen Schulen fielen Unterrichtsstunden aus. Auch in Hochschulen und Unikliniken, in Justiz, Finanzverwaltung oder Ministerien ruhte die Arbeit.

Warnstreiks gab es auch in Brandenburg, Niedersachsen, Bremen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Die Gewerkschaften Verdi und GEW sprachen von insgesamt 37 000 Teilnehmern. Für die Krankenhäuser habe es Notdienstvereinbarungen gegeben, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, sagte ein Verdi-Sprecher. Die Proteste werden am Freitag in Bayern und Baden-Württemberg fortgesetzt.

Verdi-Bundesvorstandsmitglied Achim Meerkamp warnte die Arbeitgeber vor einer Eskalation. "Wer die Betriebsrenten der Beschäftigten bis zu 20 Prozent kürzen will und sich gleichzeitig - trotz steigender Steuereinnahmen - vor einem verhandlungsfähigen Angebot drückt, hat nicht die Wertschätzung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Sinn", sagte Meerkamp.

Die Kernforderung für die bundesweit rund 800 000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst lautet 5,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber ein Plus von 175 Euro im Monat. Daneben geht es auch um die betriebliche Altersvorsorge und die Befristung von Verträgen. Die Verhandlungen gehen am Montag in Potsdam in die dritte Runde. Das Tarifergebnis soll zeit- und inhaltsgleich auf die 1,2 Millionen Beamten sowie rund 700 000 Pensionäre übertragen werden.

Verdi zu Tarifrunde

Mitteilung GEW

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