Wanka: Arktis extrem sensibel für Klimawandel

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Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka (CDU) vor der Kongsfjord-Gletscherfront auf Spitzbergen. Foto: Jens Büttner

Berlin/Oslo (dpa) - Große Gefahr fürs gar nicht mehr so ewige Eis: Angesichts massiver Auswirkungen des Klimawandels in der Arktis hat Bundesbildungsministerin Johanna Wanka die Bedeutung der deutschen Polarforschung betont.

Zum Abschluss ihrer Norwegen-Reise sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: "Polarforschung ist kein Orchideenfach, sondern ein ganz zentrales Forschungsgebiet, das zum Beispiel für die Weltklimapolitik die entscheidenden Informationen liefert."

Es sei spürbar gewesen, "dass die Arktis besonders sensibel auf Klimaveränderungen reagiert", sagte Wanka. "Deshalb müssen wir beim Klimagipfel in Paris entscheidend weiterkommen." Deutschland werde sich "für einen nachhaltigen Umgang mit Umwelt und Bodenschätzen einsetzen, damit diese wunderschöne Landschaft erhalten bleibt".

Die Lufttemperatur auf Spitzbergen im äußersten Norden Europas steige durchschnittlich um 1,3 Grad Celsius pro Jahrzehnt, teilte das Ministerium unter Berufung auf Daten der deutsch-französischen Forschungsbasis AWIPEV mit. "In den Wintermonaten Dezember, Januar und Februar war die Erwärmung mit 3,4 Grad Celsius pro Dekade sogar besonders ausgeprägt." Die Erwärmung habe einen dramatischen Einfluss auf das Eis der Arktis auf die sommerliche Meereisbedeckung: Das Alfred-Wegener-Institut prognostiziert, die Arktis könnte ab Mitte des 21. Jahrhunderts während des Sommers weitestgehend eisfrei sein.

BMBF-Faktenblatt Klima-, Meeres- und Polarforschung (pdf)

Ministerium zu Polarforschung

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