Wild-West-Methoden in Ostukraine

Rebellenchef fordert Poroschenko zum Duell

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Der "Regierungschef" der selbstproklamierten Volksrepublik Lugansk, Igor Plotnizki (re.), will den Ukraine-Konflikt in einem Duell auf Leben und Tod mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschnenko austragen.

Kiew - Ein Rebellenführer aus der Ostukraine hat Präsident Petro Poroschenko am Mittwoch zum tödlichen Duell aufgefordert. Mit diesem Zweikampf könne der Friede erreicht werden, sagte der Aufständische.  

Mit einem "ehrlichen Duell" könnten "auf Kosten eines Lebens" die Leben von tausenden Menschen gerettet und Frieden hergestellt werden, schrieb der "Regierungschef" der selbstproklamierten Volksrepublik Lugansk, Igor Plotnizki, in einem offenen Brief an Poroschenko.

"Jede Partei darf zehn Zeugen und zehn Medienvertreter mitbringen" - auch eine Live-Übertragung im Fernsehen sei ihm recht, schrieb der bullige Separatist an den Staatschef. "Ich überlasse Ihnen die Wahl des Ortes und der Waffen." Wem nütze es, "Hass zu schüren, Menschen zu töten, die Wirtschaft und die Städte zu zerstören", fragt der 50-Jährige in dem Brief. Es wäre besser, "dem durch ein ehrliches Duell ein Ende zu setzen".

Die Reaktion Kiews ließ nicht lange auf sich warten. Der Rebellenführer sei "nur eines einzigen Duells würdig: dem mit der ukrainischen Justiz", schrieb Außenamtssprecher Jewgen Perebjinis auf Twitter. Plotnizki ist beschuldigt, die ukrainische Luftwaffenpilotin entführt und nach Russland gebracht zu haben. Sawtschenko wird in Moskau vorgeworfen, an einem Einsatz beteiligt gewesen zu sein, bei dem zwei russische Journalisten getötet wurden.

In sozialen Netzwerken stieß Plotnizkis Duell-Forderung auf ein breites Echo. Zur Wahl der Waffen wurde unter anderem ein "Schachbrett" vorgeschlagen oder ein Duell in "englischer Sprache".

AFP

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