Übergriffe auf Sorben: Spitzengespräch in Bautzen

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Paare tanzen in Festtagstracht zur sorbisch-wendischen Jugendfastnacht (Archivbild). Rechtsextreme greifen seit einiger Zeit gezielt sorbische Jugendliche an. Foto: Patrick Pleul

Bautzen (dpa) - Nach den jüngsten Übergriffen von Rechtsextremisten auf sorbische Jugendliche in der Lausitz will die Polizei ein Zeichen setzen.

Der Chef des Operativen Abwehrzentrums (OAZ) der Polizei, Bernd Merbitz, reist heute ins sächsische Bautzen, wo er Gespräche mit dem Chef der sorbischen Dachorganisation Domowina, David Statnik, führen will.

In Bautzen, aber auch in anderen Teilen der Oberlausitz greifen teils maskierte Täter seit einiger Zeit gezielt sorbische Jugendliche an, beschimpfen und bedrohen sie. Das OAZ, das für die Bekämpfung des Extremismus in Sachsen zuständig ist, ermittelt wegen Nötigung und Beleidigung.

Die slawische Minderheit siedelt seit etwa 1500 Jahren in der Lausitz. Die Zahl der Sorben wird heute auf 60 000 geschätzt. Zwei Drittel von ihnen leben in Sachsen, etwa 20 000 in Brandenburg. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU), selbst Sorbe, hatte die jüngsten Übergriffe scharf verurteilt und ein hartes Durchgreifen der Polizei angekündigt.

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