Beobachtung britischer Forscher

Nach Corona-Lockdown: Seltenes rosa Tier um 30 Prozent häufiger gesichtet

Zwei Chinesische Weiße Delfine 2019 in der „Scenic Area“ in Sanniangwan in China.
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Zwei Chinesische Weiße Delfine (Archivbild)

Wo der Mensch sich wegen der Corona-Pandemie aktuell zurückhalten muss, kehren die Tiere zurück. So auch diese Gattung, die schon vor der Krise als rar galt.

  • Eine seltene Spezies profitiert offenbar von den Corona*-Beschränkungen: der Rosafarbene Delfin.
  • Die Pandemie bringt das übliche Leben der Menschen teils zum Erliegen - was den Lebensraum der Säugetiere verbessert.
  • Meeresforscher aus Großbritannien haben sich nun mit dem Phänomen befasst. 

Hongkong - Klimaschützerin Greta Thunberg* könnte diese (unbeabsichtigte) Folge der Corona-Pandemie* freuen: Der Rosafarbene Delfin kehrt zurück. Zumindest in die Gewässer rund um Hongkong, wo der Schiffsverkehr in Folge der Ausbreitung des Sars-CoV-2-Virus* aktuell deutlich dezimiert ist. Rund um die chinesische Sonderverwaltungsregion drängen sich normalerweise Containerschiffe und Fähren. Nun wird der in der Region selten gewordene Meeresbewohner immer häufiger gesichtet. 

In Corona-Krise: Rosa Delfine kehren zurück - sie profitieren von Lockdown-Maßnahmen

Die Säugetiere, auch als chinesische weiße Delfine bekannt, kehren allmählich nach Hongkong zurück, nachdem die Covid-19*-Beschränkungen die Lärmbelastung verringert und die Lebensraumbedingungen für die Tiere verbessert haben, wie Wissenschaftler der Hongkonger Zeitung South China Morning Post berichteten. Ähnlich sah die Situation mit einer weiteren Delfin-Gattung dieses Jahr vor der türkischen Metropole Istanbul aus. Mehr dazu im Video:

Rosa Delfine erholen sich in Corona-Pandemie: Ihr Name hat etwas mit ihren Blutgefäßen zu tun

Die Delfine erhalten ihren rosa Farbton von sichtbaren Blutgefäßen. Auf folgendem Foto-Tweet eines spanischen Naturblogs kann man dies ganz gut erkennen:

Rosa Delfine sind in der Mündung des Pearl River westlich von Hongkong beheimatet und kommen auch in den Gewässern um Macao, Taiwan und Singapur vor. Wegen des immer dichteren Schiffsverkehrs nahmen ihre Sichtungen im Laufe der Jahre ab. 

Meeresforscher der St. Andrews University in Großbritannien sagten der Hongkonger Zeitung, dass Sichtungen der seltenen Delfine um 30 Prozent gestiegen seien. Den Forschern zufolge ermöglichten die ruhigeren Gewässer den Delfinen, sich in größeren Gruppen zu versammeln und mehr Kontakte zu knüpfen, was eine genauere Untersuchung des Verhaltens der Säugetiere ermögliche. (dpa/frs) *Merkur.de gehört zum Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

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