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Fluss trocknet aus: Trockenheit legt 100 Millionen Jahre alte Dino-Fußspuren in Flussbett frei

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Von: Nadja Pohr

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Dinosaurierspuren in einem ausgetrocknetem Flussbett in Texas
Etwa 113 Millionen Jahre alt sollen die Dino-Fußspuren sein, die nun in einem ausgetrocknetem Flussbett in Texas auftauchten. © Screenshot Facebook/Dinosaur Valley State Park - Friends

Durch die Trockenheit sank der Wasserstand in den Flüssen bis hin zur kompletten Austrocknung. In Texas wurden dadurch faszinierende Dino-Fußspuren freigelegt.

Texas - Trockenheit und Hitze machen den Menschen auf der ganzen Welt zu schaffen. In China hat die schlimmste Hitzewelle seit Jahrzehnten die Bürger so im Griff, dass sie sogar Schutz in Bunkern suchen. Darüber hinaus plagen Wald- und Feldbrände viele Einsatzkräfte und die Flussstände sind dramatisch niedrig. Das Niedrigwasser am Bodensee entwickelte sich beispielsweise zur Gefahr für Bootbesitzer. Etwas Gutes kann man der Dürre kaum abgewinnen.

Nun legte die Trockenheit jedoch etwas Faszinierendes und lange verschollenes frei. Weil der Paluxy River im Dinosaur Valley State Park in Texas austrocknete, sind Dino-Fußspuren sichtbar. Laut einer Sprecherin sollen diese etwa 113 Millionen Jahre alt sein.

Neue Dino-Fußspuren in ausgetrocknetem Flussbett aufgetaucht

Der Fluss im Dinosaur Valley State offenbarte bereits 1930 versteinerte Dino-Fußspuren. Seither nutzen Besucher jährlich die niedrigen Wasserstände, um sich die fossilen Abdrücke anzusehen. Durch die extreme Trockenheit in diesem Jahr konnten nun neue Spuren entdeckt werden, die wohl von einem Acrocanthosaurus stammten. Der Dinosaurier kam ausgewachsen und stehend auf eine Größe von 4,50 Meter und auf ein Gewicht von fast sieben Tonnen. Ebenfalls wurden Fußabdrücke eines Sauroposeidon gefunden, der mit etwa 18 Meter hoch und 44 Tonnen Gewicht noch einmal ein ganzes Stück größer und schwerer war.

„Es ist immer aufregend, neue Dinosaurierspuren zu entdecken“, äußerte die Sprecherin des Dinosaur Valley State Park gegenüber CNN. Man werde nun alles daran setzen, die Fußabdrücke auch für die Zukunft zu erhalten. Mittlerweile hat der Regen in Texas wieder eingesetzt - doch das ist nicht problematisch. Erst durch den Fluss und den damit verbundenen Schlick und Sedimente bleiben die Spuren haltbar.

Dürre legte schon mehrere Phänomene frei - Netz ist fasziniert

Die Dino-Fußspuren im Dinosaur Valley State sind nicht die einzigen überraschenden Funde durch die Dürre. In Spanien legte der Wassermangel ein mysteriöses Bauwerk frei. In Deutschland wurden hingegen in Elbe und Rhein teils Jahrhunderte alte sogenannte „Hungersteine“ sichtbar, die an Dürrezeiten und Hungersnöte erinnern sollten. In der Donau kamen sogar rund 20 versenkte deutsche Kriegsschiffe aus dem Zweiten Weltkrieg an die Oberfläche. Einige waren noch mit Munition beladen, die explodieren könnte, wie das Stern-Magazin berichtet.

Im Netz zeigen sich die Menschen von den Offenbarungen fasziniert. „Wahnsinn“ oder „Ist schon beeindruckend. Da kann man sich richtig vorstellen, wie er da lang gestapft ist“, schreiben die User unter anderem auf Facebook. Während einige die Umstände, die diesen Fund ermöglichen, tragisch finden, sehen es andere positiv. „Dann ist die Trockenheit wohl auch zu was gut! Toll“, meint ein Nutzer. Sicherlich werden künftig noch die ein oder anderen Funde auftauchen, wenn die Gletscher dank des Klimawechsels schmelzen, ist sich hingegen ein weiterer sicher.

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