Stahlbranche

"Schienenkartell": Sieben ehemalige Manager vor Gericht

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Schienenkartell: Der Schaden für die Deutsche Bahn soll im dreistelligen Millionenbereich liegen. Foto: Boris Roessler/AP

Bochum - Vier Jahre nach der Aufdeckung des sogenannten "Schienenkartells" hat vor dem Bochumer Landgericht am Montag der zweite Prozess begonnen.

Angeklagt sind sieben ehemalige Manager aus der Stahlbranche - darunter zwei Ex-Vorstände von ThyssenKrupp. Sie sollen zwischen 2006 und 2011 Preise und Quoten für die Lieferungen von Schienen abgesprochen haben.

Der Schaden für die Deutsche Bahn soll im dreistelligen Millionenbereich liegen. Einer der angeklagten Ex-Vorstände von ThyssenKrupp ist wegen Bestechung eines Einkäufers der Deutschen Bahn vorbestraft.

ThyssenKrupp hat nach Bekanntwerden der illegalen Absprachen im Jahr 2011 bereits eine Kartellbuße von 191 Millionen Euro gezahlt. Hinzu kamen Schadenersatzzahlungen in dreistelliger Millionenhöhe, so dass das Unternehmen den Gesamtschaden bislang auf rund 300 Millionen Euro beziffert.

dpa

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