UN soll Finanzierung eindämmen

IS verdient täglich bis zu 1,65 Millionen Dollar

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Dschihadisten schwenken an der Grenze zwischen Syrien und dem Irak die IS-Flagge. (Das Foto wurde auf dem Twitter-Account von Al-Baraka News veröffentlicht)

Moskau/Washington - Durch Ölverkäufe, Antiquitätenhandel und Lösegelderpressung verdienen die IS-Dschihadisten täglich enorme Summen. Diese Finanzierungsmöglichkeiten sollen nun von der UN gestoppt werden.

Russland hat einen Resolutionsentwurf in den UN-Sicherheitsrat eingebracht, der die Finanzierung der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) durch Ölverkäufe, Antiquitätenhandel und Lösegelderpressung eindämmen soll. Die Resolution, die der Verurteilung der Ermordung eines jordanischen Piloten durch die Dschihadisten folgt, könnte noch dieses Woche im Sicherheitsrat diskutiert und angenommen werden, sagte ein Sprecher der russische UN-Vertretung am Mittwoch. Ein UN-Bericht hatte im November empfohlen, sämtliche Öltanklastwagen aus den Gebieten unter Kontrolle der Dschihadisten zu stoppen.

Einnahmen bis zu 1,65 Millionen Dollar täglich

Dem Bericht zufolge verdienen die Dschihadisten täglich 850.000 bis 1,65 Millionen Dollar (743 bis 1,44 Millionen Euro) mit dem Verkauf von Öl an private Händler, die über eine Flotte von Tanklastwagen verfügen. Allerdings sind diese Einnahmen zuletzt infolge der Rückschläge für die IS-Miliz zurückgegangen. Der UN-Sicherheitsrat hatte bereits im August eine Resolution verabschiedet, um die Einnahmen der Dschihadisten zu beschneiden und den Zufluss von Kämpfern einzudämmen. Darin wurde allen, die Öl von den Dschihadisten kaufen, mit Sanktionen gedroht.

Auswirkungen der Resolution

Die neue russische Resolution könnte nun den Druck auf die Türkei erhöhen, den Handel mit Rohöl und Ölprodukten über die syrische und irakische Grenze einzudämmen. Die Resolution könnte zudem neue Maßnahmen gegen den Handel mit Antiquitäten enthalten, um die weitere Plünderung der antiken Stätten in Syrien und dem Irak zu verhindern. Außerdem könnte der Text die Zahlung von Lösegeld verurteilen. Die 15 Ratsmitglieder lehnen zwar alle offiziell Lösegeldzahlungen an Geiselnehmer ab, doch weichen mehrere europäische Länder in der Praxis immer wieder von dieser Linie ab.

AFP

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