Türkischer Präsident will Reformen

Machtstreben: Erdogan spricht von Hitler-Deutschland

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Sorgt auch im neuen Jahr für Verwunderung: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will seine Macht ausbauen.

Ankara - Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will seine Macht ausbauen. Dabei denkt er auch an das schwärzeste Kapitel der deutschen Geschichte.

Mit einem Verweis auf Hitler-Deutschland hat der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan sein Streben nach einem Ausbau seiner Machtbefugnisse verteidigt. "In einem Einheitssystem (wie in der Türkei) kann ein Präsidialsystem sehr gut bestehen. Es gibt aktuell Beispiele in der Welt und auch Beispiele in der Geschichte. Sie sehen das Beispiel dazu in Hitler-Deutschland", sagte er am Donnerstagabend laut Zeitungsberichten vor Journalisten, nachdem er von einer Reise nach Saudi-Arabien zurückgekehrt war.

Erdogan will eine umstrittene Verfassungsreform durchsetzen, um seine Position als Präsident zu stärken und die Türkei zu einem Präsidialsystem umzubauen. Ihm schwebt eine Rolle als Staatschef wie in den USA, Russland oder Frankreich vor.

Trotz der erreichten absoluten Mehrheit seiner islamisch-konservativen AKP im Parlament, fehlt der Partei aber die nötige verfassungsändernde Mehrheit. Die Oppositionsparteien lehnen das vorgeschlagene Präsidialsystem geschlossen ab, sie werfen Erdogan schon jetzt ein Abgleiten in eine autoritäre Herrschaft vor.

AFP

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