Sprengstoff abgefangen

Großrazzia in Franken: Offenbar rechtsextremer Anschlag vereitelt

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Ein Polizist vor einem der durchsuchten Häuser in Bamberg.

Bamberg - Am Mittwochmorgen hat die Polizei in Ober- und Mittelfranken Einrichtungen einer rechtsextremen Gruppierung durchsucht. Die Rechten hatten offenbar ein Anschlag geplant.

Mit der Razzia gegen die rechtsextreme Gruppierung "Die Rechte" in Franken haben Polizei und Staatsanwaltschaft mit großer Wahrscheinlichkeit einen Anschlag verhindert. Das bestätigte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) dem Bayerischen Rundfunk (BR). "Nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen stehen die Täter unter anderem in Verdacht, eine kriminelle Vereinigung gebildet zu haben“, hieß es am Donnerstag in einer Mitteilung seines Ministeriums. Weitere Details zu der Razzia vom Mittwoch werden am Nachmittag in Bamberg bekanntgegeben.

Drei Rechtsextreme verhaftet

Die Ermittler hatten am Mittwochmorgen gegen 6.00 Uhr an zehn Objekten in Oberfranken und zwei in Mittelfranken zugeschlagen, berichtet "in Franken". Gegen die Rechtsextremen werde seit längerer Zeit "intensiv" ermittelt, erklärte Herrmann. Drei Mitglieder der Gruppierung waren nach der Razzia am Mittwoch verhaftet worden. Die Männer hatten laut BR kiloweise Feuerwerkskörper aus Osteuropa bestellt, der Sprengstoff sei jedoch durch die Polizei abgefangen worden. Außerdem seien bei der Aktion, an der unter anderem fast 90 Polizeibeamte beteiligt waren, unter anderen auch eine Schusswaffe und weitere gefährliche Gegenstände sichergestellt worden.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) wertete die Razzia gegen die rechtsextreme Gruppierung als "sehr erfolgreich". Es gebe Hinweise darauf, dass damit „weitere Straftaten oder Anschläge verhindert worden sein könnten“, sagte er am Donnerstag bei einem Besuch in Bamberg. Allerdings stünden die Behörden erst am Anfang der Ermittlungen.

Vertreter des rechtsextremen Spektrums hatten in Bamberg für den 31. Oktober eine Demonstration „gegen Asylmissbrauch“ geplant. Ziel des Protestzugs sollte die Aufnahme- und Rückführungseinrichtung für Flüchtlinge mit geringer Chance auf ein Bleiberecht sein. Ob der geplante Anschlag in Zusammenhang mit dieser Demonstration steht, ist noch unklar.

dpa

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