Good Bye, Lenin!

In Polen verschwinden kommunistische Straßennamen

+
Kopf einer Lenin-Statue (Archivbild).

Warschau - Good Bye, Lenin! Polens konservative Regierung tilgt Referenzen an die kommunistische Epoche aus dem Straßenbild.

Präsident Andrzej Duda setzte am Freitag ein Gesetz in Kraft, das die Benennung von Straßen und öffentlichen Einrichtungen nach kommunistischen Politikern und Organisationen verbietet, sofern diese Namensgebung den "Kommunismus oder andere totalitäre Systeme propagiert", wie es in dem Gesetz heißt.

Die Vorlage räumt den Städten und Gemeinden eine Frist von zwölf Monaten ein, um Straßen, Plätze oder Brücken entsprechend umzubenennen. Sollten die lokalen Behörden dieser Vorgabe nicht nachkommen, kann die Regierung in Warschau die Umbenennung selbst vornehmen.

Die Initiatoren des Gesetzes schätzen die Zahl der nun erforderlichen Umbenennungen landesweit auf 1200 bis 1400. Präsident Duda gehört der rechtskonservativen Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) an, die eine scharf antikommunistische Linie verfolgt. Die kommunistische Epoche in Polen endete 1989.

AFP

Meistgelesen

Letzte Umfragen vor der Bundestagswahl: Union und SPD verlieren

Letzte Umfragen vor der Bundestagswahl: Union und SPD verlieren

Zeitumstellung 2017 auf Winterzeit: Wann werden die Uhren umgestellt?

Zeitumstellung 2017 auf Winterzeit: Wann werden die Uhren umgestellt?

Brief nicht abgeschickt? So können Sie Ihre Stimme noch per Briefwahl abgeben

Brief nicht abgeschickt? So können Sie Ihre Stimme noch per Briefwahl abgeben

Angela Merkel in München: Kanzlerin gnadenlos ausgepfiffen

Angela Merkel in München: Kanzlerin gnadenlos ausgepfiffen

Erststimme und Zweitstimme: So wählen Sie den Bundestag

Erststimme und Zweitstimme: So wählen Sie den Bundestag

Kommentare