Granate explodiert

Philippinen: Zehn Tote bei  gescheitertem Gefängnisausbruch

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Angehörige von Inhaftierten vor dem Gefängnis in der Stadt Paranaque.

Manila - Bei dem offenbaren Versuch, aus dem Gefängnis auszubrechen, sind auf den Philippinen zehn Häftlinge getötet und der Leiter der Anstalt verletzt worden. 

Wie die Strafvollzugsbehörden des Landes am Freitag mitteilten, trafen sich die Häftlinge am Vorabend mit dem Leiter des Gefängnisses von Paranaque nahe Manila in dessen Büro, als sich eine schwere Explosion ereignete. Zehn Gefangene, darunter zwei Chinesen, wurden getötet, der Leiter wurde verletzt.

Explosion durch Handgranate verursacht

Ersten Ermittlungen zufolge wurde die Explosion durch eine Handgranate verursacht, zudem wurde eine Pistole gefunden, wie es weiter hieß. Ein Behördensprecher stufte den Vorfall als "möglichen Gefängnisausbruch mit einer Geiselnahme" ein. Weshalb die Gefangenen den Leiter sprechen wollten und warum sich dieser ohne persönlichen Schutz darauf einließ, müsse nun ermittelt werden - allerdings sei der Verletzte derzeit noch nicht vernehmungsfähig.

Unter den zehn getöteten Häftlingen waren den Angaben zufolge acht wegen Drogendelikten und zwei wegen Raubüberfällen verurteilte Männer. Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat einen entschlossenen Feldzug gegen Drogenhändler und andere Kriminelle ausgerufen.

AFP

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