Patientenschützer: Krankenhausreform nicht demografie-sicher 

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Krankenpfleger in einer Klinik in Berlin. Foto: Daniel Bockwoldt/Illustration

Dortmund (dpa) - Patientenschützer kritisieren bei der Krankenhausstrukturreform von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) einen mangelnden Blick auf die Senioren. "Die Versorgung muss demografie-sicher gemacht werden", fordert Eugen Brysch von der Deutschen Stiftung Patientenschutz.

"Schon heute sind etwa 50 Prozent der Patienten in Allgemeinkrankenhäusern über 60 Jahre alt. Mit steigendem Alter müssen Patienten häufiger und länger im Krankenhaus versorgt werden", sagte Brysch in Dortmund. Jeder Zweite über 65 leide an drei oder mehr chronischen Erkrankungen. Dies stelle die Versorgung vor besondere Herausforderungen. "Bund und Ländern fehlt der Blick fürs Ganze."

"Kommunale Krankenhäuser müssen sich der Basisversorgung verschreiben", fordert Brysch. Vor allem chronisch Kranke und alte Menschen müssten dort ganzheitlich behandelt werden. Heute würden aus Kostengründen Krankheiten einzeln behandelt, um jede Therapie abrechnen zu können. Das müsse sich ändern.

"Solange das ungeklärt ist und ein Krankenhaus nur überleben kann mit viel Hochleistungs- und Spezialmedizin, werden wir weiter Spitzenreiter bei Operationen und unnötigen Eingriffen sein. Den Bedürfnissen der älter werdenden Generation werden wir damit überhaupt nicht gerecht", kritisierte Brysch.

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