Flut von Asylanträgen

Offenbar keine Rückführungen von Migranten in der Ägäis

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Ein illegal eingereister Flüchtling im Hafen der griechischen Insel Lesbos.

Athen - Einen Tag nach der Rückführung der ersten 202 Migranten und Flüchtlinge aus Griechenland in die Türkei herrschte Ruhe in den Häfen der griechischen Inseln von Lesbos und Chios.

"Offenbar wird es heute keine neuen Rückführungen geben", berichtete ein Reporter des Staatsfernsehens (ERT) von der Insel Chios. Dies gelte auch für die Insel Lesbos, berichtete eine Reporterin der Deutschen Presse-Agentur. 

Die Regionalgouverneurin der Inseln im Norden der Ägäis, Christiana Kalogirou, führte dies auf ein verändertes Verhalten der Flüchtlinge zurück. Fast alle hätten nun Asylanträge gestellt, sagte sie im Staatsfernsehen (ERT). Zuvor hatten die Menschen meist nur nach Mitteleuropa weiterreisen wollen und auf Asylanträge verzichtet.

Es werde mehrere Tage dauern, bis die Asylanträge im Schnellverfahren bearbeitet seien, sagte Kalogirou. Erst dann könnten Menschen, deren Anträge abgelehnt wurden, in die Türkei ausgewiesen werden. Zudem fehlten weiterhin Asylentscheider, hieß es.

Am Vortag waren im Rahmen des EU-Türkei-Flüchtlingspakts 202 Migranten von den beiden griechischen Ostägäisinseln in die Türkei gebracht worden. Sie hatten nach griechischen Regierungsangaben keinen Asylantrag gestellt.

dpa

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