Polizei-Großaufgebot

Schüsse in München: Tote und Verletzte im OEZ 

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Im Münchner OEZ kam es zu einem Schusswechsel. Ein Großaufgebot der Polizei ist im Einsatz.

München - Im Münchner Olympia-Einkaufszentrum sind Schüsse gefallen sein. Es wird von mehreren Verletzten und einem Toten berichtet.

Bei Schüssen an einem Einkaufszentrum in München sind nach ersten Erkenntnissen mehrere Menschen ums Leben gekommen. „Wir rechnen mit mehreren Toten“, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur am Freitagabend. Außerdem wurden mehrere Menschen verletzt. Die Lage sei völlig unübersichtlich, sagte ein Polizeisprecher am Abend. Der oder die Täter seien noch nicht gefasst, hieß es weiter. „Es ist wohl etwas Größeres.“

Die Polizei twitterte: „Meiden Sie öffentliche Plätze in München.“ Auch die U-Bahn solle gemieden werden. Außerdem forderte die Polizei die Anwohner über den Kurznachrichtendienst auf, ihre Wohnungen nicht zu verlassen und vom Tatort fernzubleiben. Der U-Bahn-Verkehr wurde eingestellt.

Auch in der Münchner Innenstadt gab es einen Großeinsatz der Polizei, nachdem dort Menschen schreiend und in Panik geflohen waren. Dies stellte sich laut Polizei jedoch als Fehlalarm heraus.

Bilder: Schüsse im Münchner OEZ

Bilder: Amoklauf am Münchner OEZ

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) machte sich auf den Weg in die Landeshauptstadt.

Von überall in der Stadt eilten Polizisten zu dem Einkaufszentrum. Vor dem OEZ waren zahlreiche Einsatzfahrzeuge der Polizei und auch ein Krankenwagen zu sehen. Die Gegend war abgeriegelt. Über der ganzen Stadt kreisten Hubschrauber.

Die Schießerei begann nach Angaben der Polizei bei einem Schnellrestaurant am Olympia-Einkaufszentrum. Es sei um 17.52 Uhr losgegangen, sagte Thomas Baumann, stellvertretender Sprecher des Polizeipräsidiums, am Freitag.

Das Olympia-Einkaufszentrum liegt mitten in einem Wohngebiet, zwei U-Bahn-Stationen vom Olympiastadion entfernt. Mit 135 Geschäften ist es eine der größten Shopping-Meilen in München.

Die Polizei rief dazu auf, keine Bilder vom Tatort zu veröffentlichen. „Bitte keine Fotos/Filme von polizeilichen Maßnahmen online stellen. Unterstützt nicht die Täter!“, twitterte sie.

Erst am Montagabend hatte ein 17-jähriger Flüchtling mit einer Axt und einem Messer vier Touristen aus Hongkong in einem Regionalzug bei Würzburg schwer verletzt. Einsatzkräfte erschossen den Jugendlichen. Offenbar hatte die Tat einen islamistischen Hintergund.

dpa/AFP

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