EU startet neue Mission zur Rettung von Bootsflüchtlingen

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Bootsflüchtlinge von der italienischen Marine während des "Mare-Nostrum"-Einsatzes gerettet. Foto: Giuseppe Lami/Archiv

Brüssel (dpa) - Die Europäische Union hat am Samstag eine neue Grenzschutz-Mission zur Überwachung der Küstengewässer vor Italien gestartet. Die EU-Mission namens "Triton" soll Italien unterstützen, das mit dem Strom an Bootsflüchtlingen über das Mittelmeer überfordert ist.

Jedes Jahr sterben im Mittelmeer Tausende Migranten. Menschenrechtler kritisieren, dass bei "Triton" künftig vor allem die Grenzsicherung im Mittelpunkt stehe und nicht mehr die Rettung von Menschen in Not. Zudem sei das Budget zu klein.

"Triton" läuft unter dem Dach der EU-Grenzschutzagentur Frontex. An der Mission beteiligen sich 21 Staaten und stellen neben sieben Schiffen, vier Flugzeugen und einem Hubschrauber auch 65 Mitarbeiter. Das monatliche Budget beträgt 2,9 Millionen Euro. Dies ist nur ein Drittel der Summe, die Italien bei seiner Mission "Mare Nostrum" ("Unser Meer") jeden Monat ausgegeben hatte.

Rom hat angekündigt, "Mare Nostrum" auslaufen zu lassen. Italien hatte diese Mission nach der Flüchtlingskatastrophe von Lampedusa im Oktober 2013 mit rund 360 Toten gestartet. Sie sollte Boote aufspüren und in den nächsten sicheren Hafen eskortieren.

Hintergrundpapier der EU-Kommission zu Triton - Englisch

Stellungnahme EU-Kommissarin Malmström - Englisch

Interview mit dem Frontex-Chef im Tagesspiegel 24.10.2014

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