Anonyme Krankenscheine

Montgomery: Ärztliche Behandlung von Flüchtlingen regeln

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Menschen warten vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin. Bis etwa Mitte 2015 soll nach Angaben einer Sprecherin ein zentrales Impfen für Flüchtlinge auf dem Areal des Landesamtes im Stadtteil Moabit ermöglicht werden.

Berlin - Angesichts der steigenden Zahl von Flüchtlingen hat der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, die Politik aufgefordert, deren ärztliche Behandlung zu regeln - unabhängig von ihrem Status.

„Für große Labor- und Röntgenuntersuchungen oder Entbindungen bekommen manche Ärzte keinen Cent“, sagte Montgomery in einem am Freitag vorab verbreiteten Gespräch mit dem Magazin „Focus“. Vor allem sogenannte Illegale hätten zum Teil schwerste Erkrankungen.

„Wir plädieren dafür, dass es für Menschen ohne Sozialversicherung anonyme Krankenscheine gibt“, sagte Montgomery weiter. „Sie sollen bei schweren Erkrankungen die nötigen Behandlungen bekommen, und zwar geschützt vor Eingriffen des Staates.“

dpa

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