EnBW muss sich zu vorgetäuschten Kontrollen in AKW erklären

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Sicherheitskontrollen in Atomkraftwerken sind essentiell. Umso verheerender ist es daher, wenn sie nur vorgetäuscht werden. So geschehen im AKW Philippsburg 2. Es bleibt daher bis auf Weiteres stillgelegt. Foto: Uli Deck

Stuttgart/Karlsruhe (dpa) - Der Kraftwerksbetreiber EnBW muss bis Montag einen Bericht zu vorgetäuschten Sicherheitskontrollen im Atomkraftwerk Philippsburg 2 vorlegen.

Dies erklärte ein Sprecher des baden-württembergischen Umweltministers Franz Untersteller (Grüne) in Stuttgart. Erst dann dürfe der Erlass verschickt werden, mit dem der Betrieb des Kraftwerks bis auf Weiteres untersagt wird. Der Atommeiler ist derzeit wegen einer turnusmäßigen Revision ohnehin nicht am Netz.

EnBW hatte bei Untersuchungen festgestellt, dass ein Mitarbeiter eine regelmäßig wiederkehrende Prüfung an einem Störfallmonitor zwar in einem Prüfprotokoll dokumentiert, tatsächlich aber gar nicht durchgeführt hatte. In sogenannten Signalaufzeichnungen hätte man die Prüfung ablesen können, wenn sie gemacht worden wäre. "Weil dem nicht so ist, müssen wir davon ausgehen, dass die Prüfungen nicht gemacht wurden", sagte ein Ministeriumssprecher.

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