Makler warnen: Mietenregelung oft eher Gaspedal als Bremse

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"Zu vermieten": Eine Wohnung im Berliner Stadtteil Schöneberg. Die Mietpreisbremse wird nach Erwartung von Maklern in vielen Lagen künftig für steigende statt sinkende Mieten sorgen. Foto: Stephanie Pilick/Archiv

Berlin (dpa) - Die Mietpreisbremse wird nach Erwartung von Maklern in vielen Lagen künftig für steigende statt sinkende Mieten sorgen. "Außerhalb der Szenekieze kann die Mietpreisbremse zum Gaspedal werden", warnte der Vorstandschef des Berliner Immobilienverbands IVD, Dirk Wohltorf.

In vielen Lagen beispielsweise am Berliner Stadtrand lägen Neumieten derzeit deutlich unter der oberen Spanne des Mietspiegels, die für die Berechnung der zulässigen Miete herangezogen wird. Erfahrungen in den zwei Monaten seit Einführung der Mietpreisbremse zeigten, dass viele Eigentümer die Miete jetzt bis zum gesetzlich erlaubten Maximum erhöhten.

"Wir werden erleben, dass der Markt als Regulativ nicht mehr funktioniert", sagte Wohltorf voraus. Noch lasse sich das in Zahlen allerdings kaum belegen.

Berlin hatte die Mietpreisbremse als erstes Bundesland zum 1. Juni eingeführt. Inzwischen greift sie auch in mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen und Bayern sowie in Hamburg. Bei Neuvermietungen darf die Miete höchstens zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Ausnahmen gibt es für Erstvermietungen und umfassend modernisierte Wohnungen.

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