Nach Angaben von Menschenrechtlern

Über 30 Tote bei türkischen Luftangriffen in Nordsyrien

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Türkische Streitkräfte gegen den IS zu Lande und aus der Luft vor.

Damaskus - Türkische Kampfjets bombadierten im Norden Syriens laut Menschenrechtlern einen Bauernhof. Dort hatten offenbar Zivilisten Schutz gesucht.

Bei zwei türkischen Luftangriffen in Nordsyrien sind nach Angaben von Menschenrechtlern mindestens 35 Zivilisten ums Leben gekommen. Jets hätten einen Bauernhof südlich der Grenzstadt Dscharablus bombardiert, in dem Familien Unterschlupf gesucht hätten, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag. Dabei seien 15 Zivilisten umgekommen. Bei einem weiteren Angriff auf das Dorf Dschub al-Kusa nahe der syrisch-türkischen Grenze seien mindestens 20 Unbeteiligte gestorben und 50 verletzt worden.

Die türkische Armee war am Mittwoch zusammen mit Rebellenverbänden in den Norden Syriens einmarschiert. Der Vorstoß gilt einerseits der Vertreibung der Terrormiliz Islamischer Stat (IS). Zugleich will das türkische Militär die kurdischen Kämpfer in Nordsyrien zurückdrängen.

Türkei spricht von 25 getöteten YPG-Mitgliedern

Die türkischen Streitkräfte erklärten, sie hätten 

bei Luftangriffen im Bereich der syrischen Grenzstadt Dscharablus 25 Mitglieder der Kurdenmiliz YPG getötet. Diese hätten zuvor das Feuer eröffnet, berichtete am Sonntag die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf das Militär. Fünf Gebäude, die die kurdischen Milizen benutzt hätten, seien zerstört worden.

Offensichtlich mit Blick auf Berichte über bei diesen Luftschlägen getöteten Zivilisten hieß es weiter, die türkischen Streitkräfte hätten „alle Vorkehrungen getroffen, dass die in der Region lebende Zivilbevölkerung nicht zu Schaden kommt“. In dieser Hinsicht gehe die Armee mit „äußerstem Feingefühl“ vor, hieß es unter Berufung auf Quellen im Militär.

dpa/AFP

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