Syrien

UN: Kriegsgegner missbrauchen Menschen als „Kanonenfutter“

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Eine Straße in Douma, Syrien, ist nach einem Luftangriff von Trümmern übersät.

Genf - Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte hat den Kriegsgegnern in Syrien vorgeworfen, skrupellos den Tod von Zivilisten in Kauf zu nehmen. Selbst Frauen, Kinder und Alte würden dabei missbraucht, so die Klage. 

Sie würden bei Belagerungen und Kämpfen selbst Frauen und Kinder sowie Alte und Verwundete als „Verhandlungsmasse und Kanonenfutter“ missbrauchen, beklagte Said Raad al-Hussein am Donnerstag in Genf. „Dies ist eine groteske Situation“, sagte er einer UN-Mitteilung zufolge.

Besonders alarmierend sei die Notlage der Menschen in der umkämpften syrischen Großstadt Aleppo und deren Umgebung. Brutale Gewalt und schockierende Verletzungen der Menschenrechte seien an der Tagesordnung. „Ich verurteile diese abscheulichen Taten.“

Seit Beginn der jüngsten Offensive syrischer Regierungstruppen gegen von Rebellen gehaltene Gebiete Aleppos, die mit zahlreichen russischen Luftangriffen unterstützt werde, seien etwa 51 000 Zivilisten in die Flucht getrieben worden. Rund 300 000 Menschen drohe eine Belagerung. Allein seit dem 1. Februar seien in Aleppo Dutzende von Menschen getötet worden. Infrastruktureinrichtungen sowie mindestens drei Krankenhäuser und zwei Bäckereien seien seitdem zerstört worden. Auch in anderen Teilen Syriens seien Tausende von Zivilisten Opfer von brutalen Kämpfen und Belagerungen.

dpa

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