Lawrow: Russland bereit zu Gesprächen mit Nato

Kreml kündigt deutliche Antwort auf Nato-Angebot an Montenegro an

+
Der Premierminister von Montenegro, Igor Luksic (li.), und Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am 2. Dezember in Brüssel.

Moskau - Nach dem Beitrittsangebot der Nato an Montenegro hat Russland eine deutliche Antwort angekündigt. Moskau sieht das Nato-Angebot vor allem als Beleg für ein Erweiterungsbestreben der USA.

Die Führung in Moskau werde die Situation analysieren und darauf reagieren, sagte der Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge.

Der einflussreiche russische Außenpolitiker Alexej Puschkow sagte, die Einladung habe aus Sicht Moskaus eher politische als militärische Bedeutung. „Ein Nato-Beitritt Montenegros würde das strategische Gleichgewicht nicht ändern - aber er zeigt, dass das von den USA vorangetriebene Erweiterungsstreben nicht aufhört“, sagte der Chef des Auswärtigen Parlamentsausschusses der Agentur Interfax zufolge.

Von einer Wiederaufnahme regelmäßiger Beratungen zwischen der Verteidigungsallianz und Russland, wie sie Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg vorgeschlagen hat, sei ihm nichts bekannt, sagte der Kremlsprecher Peskow. Moskau habe aber von seiner Seite aus die Arbeit im Nato-Russland-Rat nie eingestellt. Der Rat tagte zuletzt 2014; seitdem liegt der Dialog wegen des Ukrainekonflikts auf Eis.

Außenminister Sergej Lawrow sagte, Russland sei bereit zu Gesprächen mit der Nato. „Bei uns haben sich viele Fragen angesammelt - es gibt Redebedarf“, sagte Moskaus Chefdiplomat. Russland erwarte, dass Nato-Generalsekretär Stoltenberg die Initiative ergreife.

dpa

Meistgelesen

Auf der Flucht: Einbrecher springen in den Rhein!

Auf der Flucht: Einbrecher springen in den Rhein!

66-Jähriger stirbt bei Unfall auf L453

66-Jähriger stirbt bei Unfall auf L453

Kinderkonzert in der Elbphilharmonie: Herzogin Kate probiert sich am Dirigieren

Kinderkonzert in der Elbphilharmonie: Herzogin Kate probiert sich am Dirigieren

Live Ticker: So war der royale Besuch in Heidelberg! 

Live Ticker: So war der royale Besuch in Heidelberg! 

Stechmücken am Rhein werden radikal bekämpft

Stechmücken am Rhein werden radikal bekämpft

Neun Gründe, warum Deutschland nicht härter gegen Erdogan durchgreift

Neun Gründe, warum Deutschland nicht härter gegen Erdogan durchgreift

Kommentare