50.000 gehen auf die Straße

Langer Kita-Streik: Kein Ende in Sicht

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So freundlich demonstrieren Erzieherinnen: "Ich bin so sauer, ich hab sogar ein Schild!"

Frankfurt/Main - Seit drei Wochen werden die Kitas bestreikt. Vielen Eltern gehen die Alternativen aus. Nun setzen sich die Tarifparteien endlich wieder an einen Tisch - aber der Streik geht weiter.

Nach wochenlangem Stillstand werden die Tarifverhandlungen für Erzieher und Sozialarbeiter im öffentlichen Dienst fortgesetzt. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi einigten sich auf einen gemeinsamen Termin: Sie wollen am Montag (1. Juni) in Berlin weiterverhandeln. Ein Ende des Streiks ist dennoch nicht in Sicht.

Wie die Arbeitgeber am Freitag berichteten, sollen die Verhandlungen am Montagabend in Berlin zunächst mit internen Beratungen der jeweiligen Verhandlungskommissionen beginnen. Danach werden VKA-Präsident Thomas Böhle und Verdi-Vorsitzender Frank Bsirske die Verhandlungen führen. Die Gespräche werden voraussichtlich am Dienstag fortgesetzt, „das Ende ist offen“, hieß es beim VKA.

Die Gewerkschaften fordern eine höhere Eingruppierung der bundesweit rund 240 000 Erzieher und Sozialarbeiter. Das würde laut Verdi zu Einkommensverbesserungen von im Schnitt zehn Prozent führen. Die Arbeitgeber sind der Ansicht, dass die Kommunen das nur schwer finanzieren können.

Eigentlich geht es um eine höhere Eingruppierung der Berufsgruppen. Am Donnerstag hatten die Arbeitgeber ein Vorschlagspapier zum formalen Angebot erhoben. Von den Verbesserungen würde laut VKA rund die Hälfte der Erzieher profitieren. Aus Sicht von Verdi indes liegt bisher kein ausreichendes Angebot vor, wie es in der Gewerkschaft hieß.

Der unbefristete Streik läuft seit dem 8. Mai. Dazu haben neben Verdi auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der Deutsche Beamtenbund dbb aufgerufen. Völlig offen ist, ob die betroffenen Eltern nun auf einen baldigen Durchbruch hoffen können. Vorerst gilt laut Verdi das jüngste Votum der Streikdelegierten. Demnach wird unbefristet gestreikt, „bis es ein annehmbares Ergebnis gibt“. Die Gewerkschaft pocht auf eine Aufwertung für alle.

dpa

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