Kidnapper fordern Lösegeld für entführten Deutschen in Nigeria

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Ein Wahlplakat des Nigerianischen Staatspräsidenten Jonathan in Abuja. Nach der Entführung eines Deutschen in Nigeria fordern die Kidnapper Lösegeld. Foto: Bernd von Jutrczenka

Abuja/Wiesbaden (dpa) - Nach der Entführung eines Deutschen in Nigeria fordern die Kidnapper Lösegeld. Die Höhe der geforderten Summe wollte ein nigerianischer Polizeisprecher auf dpa-Anfrage am Dienstag jedoch nicht nennen.

Der Mitarbeiter des Wiesbadener Bauunternehmens Julius Berger war am Freitag im Bundesstaat Ogun von bewaffneten Angreifern verschleppt worden. Ein weiterer deutscher Mitarbeiter eines Subunternehmens wurde dabei erschossen. Zwei einheimische Beschäftigte des Unternehmens sollen während des Überfalls verletzt worden sein.

Nach der Geisel und den Tätern werde fieberhaft gesucht, sagte der Polizeisprecher. Die Sicherheitskräfte stünden bereits in Kontakt mit den Kidnappern. "Geben Sie uns etwas Zeit, das Drama wird bald beendet sein", sagte der Sprecher. "Wir unternehmen alles, um die Freilassung des Deutschen zu erreichen."

Nach Angaben des Unternehmens waren die Mitarbeiter in getrennten Fahrzeugen zu ihrer Arbeitsstelle im Ogbere Steinbruch im Südwesten des Landes unterwegs, als der Angriff erfolgte.

Die Geschäftsführung des Wiesbadener Unternehmens ging in einer Stellungnahme davon aus, dass es sich bei dem Überfall um eine kriminelle Einzeltat handelte. Um die schnellstmögliche Freilassung des Mannes zu erwirken, werde Julius Berger eng mit den nigerianischen und deutschen Behörden zusammenarbeiten.

Die Firma verfügt nach eigenen Angaben über eine langjährige Erfahrung in Nigeria. Die Arbeiten vor Ort würden unter Einsatz eines detaillierten Sicherheitssystems durchgeführt.

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