Kalifornien will strikte Impfpflicht einführen

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Die Impfpflicht könnte in Kalifornien bald ausgeweitet werden. Foto: Stephan Jansen

Sacramento (dpa) - Ein umstrittener Gesetzentwurf für eine strikte Impfpflicht hat in Kalifornien eine wichtige Hürde genommen. Das Abgeordnetenhaus in Sacramento sprach sich für die Ausweitung der Impflicht für Schulkinder aus.

Damit soll Eltern das Recht entzogen werden, aus religiösen oder weltanschaulichen Ansichten, ihre Kinder nicht gegen Infektionskrankheit wie Masern oder Keuchhusten zu impfen. Der Senat hatte einem Entwurf zuvor schon zugestimmt. Es wird erwartet, dass der Gouverneur des bevölkerungsreichsten US-Staates, Jerry Brown, das Gesetz unterzeichnet, wie die "Los Angeles Times" berichtete.

Ein Masernausbruch Anfang 2015 in Kalifornien, der auf mehrere US-Staaten übergriff, hatte die Debatte um einen besseren Impfschutz neu angeregt. In den USA gibt es viele Eltern, die aus Sorge vor möglichen Nebenwirkungen ihre Kinder nicht impfen lassen.

Nach dem Gesetzvorschlag sollen Kinder ohne Impfschutz Schulverbot erhalten. Ihre Eltern müssten dann für Hausunterricht sorgen. Ausgenommen wären nur Kinder, die aus medizinischen Gründen, etwa wegen Allergien, keine Impfungen vertragen.

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