IG Metall macht weiter Druck mit Warnstreiks

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Nach einer Woche massiver Warnstreiks nähert sich der Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie der entscheidenden Phase. Foto: Marijan Murat

Frankfurt/Aschaffenburg (dpa) - Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie erhöht die IG Metall vor den nächsten Verhandlungsrunden den Druck auf die Arbeitgeber. Dazu will die Gewerkschaft ihre Warnstreiks unvermindert fortsetzen, wie sie ankündigte.

In den vergangenen Tagen hätten mehr als 450 000 Beschäftigte "bei Eiseskälte eindrucksvoll gezeigt, was sie von dem bisherigen Angebot der Arbeitgeber halten", sagte der Gewerkschaftsvorsitzende Detlef Wetzel laut Mitteilung. "Sie haben mit den Warnstreiks Druck gemacht und werden das auch in der kommenden Woche tun."

Die IG Metall fordert für bundesweit rund 3,7 Millionen Beschäftigte 5,5 Prozent mehr Lohn, flexiblere Regelungen der Altersteilzeit und einen Einstieg die Bildungsteilzeit. Die Arbeitgeber haben bislang einen Lohnzuwachs von 2,2 Prozent geboten.

Begleitet von Warnstreiks ist die nächste Verhandlungsrunde an diesem Montag in Aschaffenburg - für den wichtigen Tarifbezirk Bayern, der 2013 den Durchbruch im Tarifkonflikt geschafft hatte. IG-Metall-Verhandlungsführer Jürgen Wechsler drohte, die Warnstreiks würden von Dienstag bis Freitag unvermindert fortgesetzt, sollten die Gespräche kein Ergebnis bringen.

Noch ist offen, auf welchen Bezirk diesmal der wegweisende erste Abschluss hinausläuft. Weitere dritte Runden sind für Mittwoch in Baden-Württemberg und der Mittelgruppe (Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland) geplant. Am Donnerstag geht es für Norddeutschland weiter, am Freitag für Niedersachsen.

In der dritten Tarifrunde im Bezirk Nordrhein-Westfalen hatten beide Seiten in der umstrittenen Frage der Bildungsteilzeit erste Fortschritte gemacht. Die IG Metall reagierte dort mit einer Aussetzung der Warnstreiks bis zum 18. Februar. An dem Tag soll die Tarifkommission über das weitere Vorgehen in dem Tarifkonflikt entscheiden.

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