Rockerchef im Interview

Hells-Angels-Chef: "Rocker werden vom Rechtsstaat pauschal diskriminiert"

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Das Wappen des Rockerclubs Hells Angels.

Stuttgart - Es braucht kein Verbot von Rockerclubs, sagt Hells-Angels-Präsident Lutz Schelhorn. Stattdessen müsse endlich Schluss sein mit der pauschalen Kriminalisierung von Rockern.

Der Grundgedanke der Rockerclubs kommt eigentlich aus den USA: Für ihre Mitglieder stellt das Motorradfahren einen bedeutenden Teil ihres Lebensstils dar. Die Clubs genießen in Deutschland allerdings keinen guten Ruf. Zu Unrecht, findet Hells-Angels-Präsident Lutz Schelhorn.

Nach Angaben des Bundeskriminalamts steigt die Zahl der Motorradclubs. Dabei gibt es oft Probleme zwischen rivalisierenden Clubs, außerdem werden sie oft mit der Waffen- und Drogenszene in Verbindung gebracht. Zuletzt deshalb kam es im Juni zu einer Schießerei zwischen zwei Clubs. Kurz darauf forderte der Bund Deutscher Kriminalbeamter, die Rockerclubs zu verbieten

In Schelhorns Augen sind diese Forderungen keineswegs rechtens. Stattdessen verschwende die Polizei Ressourcen im Kampf gegen "angeblich so kriminelle Rocker". Die Zahlen, die das BKA präsentiert seien "vorsätzlich falsch". Tatsächlich sei die Zahl der Rockerclubs eher rückläufig. "Es steht einem Rechtsstaat auch nicht an, eine ganze Subkultur pauschal zu kriminalisieren und zu diskriminieren!", empört sich der Präsident der Hells Angels. Er stellt klar: die Lebenseinstellung seines Clubs sei eine, "die mit keinem Gesetz unserer Republik kollidiert."

Das ganze Interview mit dem Hells-Angels-Präsidenten Lutz Schelhorn lesen Sie auf unserem Partnerportal echo24.de.

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