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Aus Versehen Hasch-Kekse gegessen – ganzes Postamt ist einen Tag lang „richtig high“

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Von: Jakob Koch

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Der Inhalt einer Post-Zustellung war nicht so harmlos, wie er den Anschein machte. Der folgende Vorfall hat nun eine offizielle Untersuchung zur Folge.

London – Es passiert immer wieder mal, dass ein Paket an eine Post-Filiale weitergeleitet wird, aber nicht vom Adressaten abgeholt wird. Das kann unterschiedliche Gründe haben – von einer versäumten Frist bis hin zu bewusstem Fernbleiben ist vieles denkbar. Im Normalfall geht das Paket dann zurück an den Absender. Doch im Londoner Stadtteil Clapham hatte ein solcher Vorgang nun weitreichende gesundheitliche Folgen für die Mitarbeiter des dortigen „Royal Mail Clapham Delivery Office“:

Postfiliale in London: „Lebensmittel von Pablo Chocobar“ werden nicht abgeholt - mit weitreichenden Folgen

In der Filiale lag wochenlang ein herrenloses Paket, das nicht abgeholt wurde – mit der Aufschrift „Lebensmittel von Pablo Chocobar“. Wer die Anspielung nicht kennt: Pablo Escobar war ein berüchtigter Drogen-Baron aus Kolumbien, der bis in die 1990er-Jahre ein globales Kartell aufbaute und damit zugleich weltweite Berühmtheit erlangte.

Mittlerweile gibt es zahlreiche TV-Dokumentationen über Escobar und auch Streamingdienst Netflix verfilmte das exzentrische Leben Escobars in der Serie „Narcos“. Doch den Mitarbeitern des Londoner Postamtes war der 1993 verstorbene Escobar - oder eben „Pablo Chocobar“ - offenbar gänzlich unbekannt.

Post-Mitarbeiter kosteten von der vermeintlich harmlosen Ware – die Folgen machen weltweit Schlagzeilen. (bw24.de-Montage)
Post-Mitarbeiter kosteten von der vermeintlich harmlosen Ware – die Folgen machen weltweit Schlagzeilen. (bw24.de-Montage) © Imago / Shotshop und Imago / agefotostock

Kuriose Szenen im Netz: Postboten stolpern durch die Gegend – „Du bist einfach nur richtig high!“

Und so öffnete ein Mitarbeiter unbedarft das Paket. Darin befanden sich mehrere lecker anmutende Schoko-Brownies. Mehrere Mitarbeiter und Postboten der Londoner Filiale griffen zu. Offenbar soll vorher versucht worden sein, das Paket an den Empfänger zuzustellen. Doch das Haus war leer – und eine Rücksendeadresse war nicht angegeben.

Was dann jedoch passierte, machte weltweit Schlagzeilen: Als die Postboten sich danach aufmachten, um Briefe im Stadtgebiet zu verteilen, wurden sie von Passanten dabei beobachtet, wie sie torkelnd umherirrten. Im Netz kursieren mehrere Videos dieser Szenen.

Laut einem Bericht der englischen DailyMail ist in einem mittlerweile gelöschten Video zu sehen, wie ein Postbote seinen zugedröhnten Kollegen fragt: „Geht es dir gut?“. Aus dem Hintergrund ist demnach eine weitere Stimme zu hören: „Du bist einfach nur richtig high!“ Der torkelnde Kollege gab an, dass er vier der Brownies verspeist habe.

Übrigens musste in Deutschland vergangenes Jahr ein Verfahren gegen Lidl eingeleitet werden: Der Discounter verkaufte „Cannabis-Cookies“.

Postamt high: Mitarbeiter fährt zugedröhnte Kollegen einzeln nach Hause

Das Ende der Geschichte: Ein Mitarbeiter, der offenbar nichts von der Ware gekostet hatte, musste seine zugedröhnten Kollegen einzeln nach Hause fahren. Fast das gesamte Postamt war ihm zufolge high.

Ein Sprecher des „Royal Mail Clapham Delivery Office“ sagte zu dem Vorfall in London: „Wir nehmen diese Sache sehr ernst. Wir haben nun ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, das darüber entscheiden wird, ob es erforderlich ist, Konsequenzen zu ziehen“, wird der Sprecher vom TV-Sender CNN-News 18 zitiert. Und weiter: „Wir möchten außerdem alle Mitarbeiter des Postamts auf eine korrekte Umgangsweise mit nicht zustellbaren Lieferwaren hinweisen.“

In Baden-Württemberg machen zwar keine Hasch-Brownies der Post zu schaffen, dafür jedoch Corona: Polizei und Post tun alles dafür, um einsatzfähig zu bleiben.

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