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Waldbrand in Brandenburg: Schwere Bedingungen für Einsatzkräfte – „Bereits zu Detonationen gekommen“

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Waldbrand
Etwa 60 Hektar Wald stehen im brandenburgischen Treuenbrietzen in Flammen. © Joerg Carstensen/dpa

In Brandenburg ist ein Waldbrand in einem Kampfmittelverdachtsgebiet ausgebrochen. Das erschwert laut Feuerwehr die Löscharbeiten. 

Potsdam/Treuenbrietzen - Südwestlich von Berlin ist ein Waldbrand ausgebrochen. Das Feuer in einem Waldstück bei Treuenbrietzen (Brandenburg) habe sich bis zum Abend auf etwa 60 Hektar ausgebreitet, berichtete die Sprecherin des Landkreises Potsdam-Mittelmark, Andrea Metzler, am Freitagabend (17. Juni). Die Fläche entspricht 84 Fußballfeldern. Nach ihren Angaben waren Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr und Technisches Hilfswerk (THW) mit insgesamt 380 Kräften im Einsatz. Eine massive Rauchwolke sei bis in den Süden Brandenburgs zu sehen, sagte der Waldbrandschutzbeauftragte Raimund Engel. Auch in Berlin war der Rauch zu sehen.

Waldbrand in Brandenburg: Erschwerte Bedingungen für Einsatzkräfte

Der Einsatz der Feuerwehrleute könnte schwierig werden, weil es sich auch um Fläche im Kampfmittelverdachtsgebiet handele, erklärte Engel. „Es ist bereits zu Detonationen gekommen.“ Darum könnten die Löscharbeiten nur vom Rand aus erfolgen. Engel geht davon aus, dass die Löscharbeiten am Samstag andauern werden. „Man kann nur hoffen, dass sich der Wind etwas legt.“

Es seien Flächen betroffen, auf denen es bereits 2018 gebrannt habe. Für Samstag geht der Waldbrandschutzbeauftragte Engel für den Großteil des Landes von der höchsten Gefahrenstufe 5 aus. Ob sich die Lage durch die vom DWD prognostizierten Gewitter entspannen wird, sei noch nicht abzusehen.

Ernste Lage in Südbrandenburg: 60 Hektar Wald brennen – Lage dynamisch

Der Katastrophenschutz warnte die Bevölkerung im Gebiet um Treuenbrietzen, Linthe und Niemegk, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Kreissprecherin beschrieb die Lage als dynamisch. „Der Wind dreht sich, es ist wieder sehr trocken“, sagte Metzler. Bislang seien aber keine Ortschaften in Gefahr, betonte sie. Die Bundesstraße 102 sei wegen des Einsatzes gesperrt worden.

2018 hatten in Treuenbrietzen mehrere Tage lang Flammen in dem Waldstück gewütet. Dabei waren rund 400 Hektar Wald zerstört worden. Aufgrund des Großbrandes mussten damals mehr als 500 Menschen ihre Dörfer verlassen. (dpa/fmü)

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