Strom statt Sprit

Fahrdienst des Bundestags will auf E-Autos umsteigen

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Ab August 2017 sollen die ersten E-Fahrzeuge in den Fuhrpark aufgenommen werden. Foto: Bernd von Jutrczenka/Archiv

Berlin - Der Bundestag setzt auf klimafreundlichere Fahrzeuge. Der Fuhrpark für die Abgeordneten soll ab Sommer 2017 auch aus E-Autos bestehen. Einen Haken gibt es aber.

Die Abgeordneten des Bundestages sollen ab dem Sommer 2017 auch in Elektroautos durch Berlin gefahren werden. Mit deren Einsatz solle „der Einstieg in das Konzept nachhaltiger Mobilität vollzogen und der CO2-Ausstoß deutlich gesenkt werden“, hieß es in einem Schreiben von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) an die Parlamentarier, das der Deutschen Presse-Agentur am Samstag vorlag. Über das Vorhaben hatte zuerst die „Bild“-Zeitung berichtet.

Der Vertrag mit der bisherigen Betreiberfirma des Fahrdienstes läuft am 31. Juli 2017 aus. Bislang setzt diese nach Angaben des Bundestages etwa 100 Fahrzeuge der oberen Mittelklasse für den Transport der Abgeordneten in Berlin ein. Insofern diese Typen im Sommer 2017 als E-Auto-Version zur Verfügung stünden, sollten sie entsprechend zum Einsatz kommen.

In Lammerts Schreiben hieß es: „Der Ältestenrat ist der Empfehlung der Inneren Kommission gefolgt, dass das bundeseigene Unternehmen BwFuhrparkService GmbH als neuer Vertragspartner gewonnen werden soll.“ Ein Grund dafür sei, dass die Firma Interesse an Bewerbungen von Fahrern des bisherigen Betreibers signalisiert habe. „Dies soll nach dem Beschluss des Ältestenrates Bestandteil der Verhandlungen der Bundestagsverwaltung mit dem Dienstleistungsunternehmen sein.“

Die Nachfrage nach E-Autos in Deutschland ist immer noch schwach. Im vergangenen Jahr waren nur 12 363 Elektroautos neu zugelassen worden - verglichen mit insgesamt 3,2 Millionen Personenwagen. Die Bundesregierung will, dass bis zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos auf den Straßen rollen. Dieses Ziel aber gilt als gefährdet. Als Hauptprobleme gelten neben dem vergleichsweise hohen Preis für Elektroautos und der geringeren Reichweite der Fahrzeuge die unzureichende Infrastruktur mit Ladestationen.

dpa

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