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Hausexplosion im Sauerland – Frau stirbt in den Trümmern

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Von: Teresa Toth

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In Hemer in Nordrhein-Westfalen zeigen Luftaufnahmen ein Trümmerfeld, wo zuvor noch ein Mehrfamilienhaus stand.
In Hemer in Nordrhein-Westfalen zeigen Luftaufnahmen ein Trümmerfeld, wo zuvor noch ein Mehrfamilienhaus stand. © Christoph Reichwein/dpa

In Hemer im Sauerland zerstört eine Explosion ein Mehrfamilienhaus. Eine bislang vermisste Person wird von den Einsatzkräften tot geborgen.

Update vom Samstag, 9. Juli, 10.05 Uhr: Nach der Explosion eines Mehrfamilienhauses im sauerländischen Hemer haben die Einsatzkräfte eine tote Frau aus den Trümmern geborgen. Das teilte die Polizei am Samstagmorgen mit. Ob sich noch weitere Menschen in den Trümmern befinden ist bislang unklar.

Hausexplosion im Sauerland – mehrere Menschen schwerverletzt

Erstmeldung vom Samstag, 9. Juli: Hemer – Im sauerländischen Hemer ist ein Mehrfamilienhaus explodiert. Wie Feuerwehr und Polizei berichten, ereignete sich der tragische Vorfall am Freitag (08. Juli) – die genaue Ursache für die Explosion ist bislang unklar. Bei dem Haus soll es sich um ein Sechs-Parteien-Haus mit acht Bewohnern gehandelt haben. Fünf von ihnen befanden sich zum Zeitpunkt der Explosion in dem Gebäude.

Die Feuerwehr begann nach dem Vorfall sofort mit der Suche nach den Opfern. Bereits am Freitagabend gelang es den Einsatzkräften, zwei Verletzte zu bergen. Einer der Hausbewohner musste mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden, sei aber nicht in Lebensgefahr. Der Mann habe weit oben auf dem Trümmerberg gelegen, berichtete Feuerwehrsprecher Andreas Schulte. Die andere Person erlitt nach Angaben der Feuerwehr nur leichte Verletzungen.

Explosion in Hemer im Sauerland: Bergungsarbeiten gestalten sich schwierig

Bei der Suche nach den verschütteten Opfern galt es für Rettungskräfte vorsichtig, aber auch schnell vorzustoßen. „Wir haben uns ganz behutsam vorgearbeitet, sodass wir sie ansprechen konnten und berühren konnten“, sagte Schulte. „Teilweise kopfüber“, fügte er hinzu. „Das war mühsame Arbeit.“ In der Nacht zum Samstag (09. Juli) gelang es den Einsatzkräften gegen 3.00 Uhr, einen weiteren Mann und wenig später eine Frau aus dem Trümmerfeld zu bergen. Nach Angaben von Feuerwehrsprecher Andreas Schulte schwebten beide „in akuter Lebensgefahr“ und wurden zunächst vor Ort medizinisch behandelt, später in einer Klinik.

Mindestens ein weiterer Mensch ist nach Angaben von Polizei und Feuerwehr noch verschüttet. Die Einsatzkräfte sollen zwischenzeitlich zwar Kontakt zu der Person hergestellt haben, dieser sei jedoch wieder abgebrochen – die Suche geht weiter. Drei der insgesamt acht Bewohner des Merhfamilienhauses in der 34000-Einwohner-Stadt Hemer (Nordrhein-Westfalen) sollen zum Zeitpunkt des Einsturzes nicht im Gebäude gewesen sein. Wie viele Menschen insgesamt in dem Gebäude waren ist jedoch unklar.

Schwere Explosion in Hemer: „Es steht kein Stein mehr auf dem anderen“

Polizei und Feuerwehr gehen aktuell von einer Gasexplosion aus. Das Ausmaß der Explosion überrasche jedoch sogar die Einsatzkräfte selbst. „Es steht kein Stein mehr auf dem anderen“, so Feuerwehrsprecher Schulte. „Ich habe schon einige Gebäude nach einer Gasexplosion erlebt, aber eine komplette Zerstörung in einem solchen Ausmaß habe ich selbst noch nicht vorgefunden“, ergänzte er später.

Während die Bergungsarbeiten laufen ist auch ein Statiker bereits vor Ort. Er muss klären, ob und welchen Schaden die Nachbarhäuser abbekommen haben. Der Bereich um den Unglücksort wurde weiträumig abgesperrt. Für den Fall einer Evakuierung steht ein Bus bereit.

Anfang des Jahres ist in Frankfurt eine Mülltonne explodiert. Dabei wurde ein 72-jähriger Mann schwer verletzt – die Polizei suchte nach Zeugen. (tt)

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