Patientenakten sichergestellt

Ermittlungen wegen Herzverpflanzungen in Heidelberger Uniklinik

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Organtransportbox: Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen der Vergabe von Spenderherzen an der Universitätsklinik Heidelberg.

Heidelberg - Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen der Vergabe von Spenderherzen an der Universitätsklinik Heidelberg. Die bei der Bundesärztekammer angesiedelte Prüfungs- und Überwachungskommission (PÜK) habe Unregelmäßigkeiten festgestellt.

Das berichtete "sueddeutsche.de" unter Berufung auf informierte Kreise. Die Staatsanwaltschaft Heidelberg bestätigte Ermittlungen wegen des "Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung durch manipulierte Leistungen von Herztransplantationspatienten".

Aufgrund eines richterlichen Beschlusses seien Patientenakten sichergestellt worden. Nach Informationen der "SZ" sollen die Akten einiger Patienten so verändert worden sein, dass sie kranker wirkten.

Das Klinikum bestätigte dem Bericht zufolge, dass bei 34 Patienten in den Jahren 2010 und 2011 Meldungen zur Herztransplantation nicht in vollem Umfang den Richtlinien der Bundesärztekammer entsprochen hätten. Seit September 2011 gebe es keine Auffälligkeiten mehr, habe der Ärztliche Direktor Guido Adler betont. Adler war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Mehrere Organspende-Skandale hatten in den vergangenen Jahren das Vertrauen in die Transplantationsmedizin erschüttert.

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