Schaden in Millionenhöhe

Einkaufszentrum abgebrannt: War es ein Anschlag?

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Ein Einkaufszentrum in Dannenberg ist in der Nacht zu Freitag abgebrannt.

Dannenberg - Nur ein technischer Defekt oder doch vorsätzliche Brandstiftung? Die Polizei möchte nach dem Brand eines Einkaufszentrums, bei dem ein Schaden in Millionenhöhe entstand, nichts ausschließen.

Nach dem Brand eines Einkaufszentrums im niedersächsischen Dannenberg prüft die Polizei, ob ein gezielter Anschlag zu dem Feuer geführt hat. Das Gebäude mit mehreren Geschäften war in der Nacht zum Freitag komplett ausgebrannt. Es entstand ein Millionenschaden, Menschen wurden nicht verletzt.

In der gleichen Nacht verwüsteten Unbekannte im knapp 20 Kilometer entfernten Lüchow das Arbeitsamt und einen Textildiscounter. Dort warfen die Täter mit Steinen die Scheiben ein und versprühten blaue Farbe. In dem Textilmarkt in Lüchow brannte es nicht, dort wurden aber Gegenstände entdeckt, mit denen ein Feuer hätte verursacht werden können.

Genaue Ursache noch unklar

Die Beamten prüfen einen Zusammenhang zwischen den Vorfällen in Dannenberg und Lüchow. „Es wäre fahrlässig, dies nicht zu tun“, sagte ein Sprecher. „Wir können weder einen technischen Defekt noch vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung ausschließen.“ Es sei auch möglich, dass es sich um politisch motivierte Anschläge handele.

Bei den Löscharbeiten in Dannenberg waren rund 190 Helfer der freiwilligen Feuerwehren im Einsatz. Sie verhinderten, dass die Flammen auf einen weiteren Einkaufsmarkt und ein angrenzendes Hotel übergriffen.

Noch in der Nacht nahm die Polizei einen Mann in Gewahrsam, der mit seinem Handy Videos von dem Brand gemacht und damit die Feuerwehr bei ihren Löscharbeiten gestört hatte. Die Polizei hatte zunächst keine Hinweise darauf, dass er der Urheber der möglichen Brandstiftung gewesen sein könnte. Der Mann kam wieder auf freien Fuß.

Der Sachschaden beläuft sich in Lüchow auf mehrere Tausend Euro. Sowohl das Arbeitsamt als auch der Laden blieben am Freitag geschlossen.

dpa

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