Kofi Annan

Früherer UN-Generalsekretär fordert legalen Zugang zu Drogen

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Der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen Kofi Annan plädiert dafür, Drogen für den privaten Gebrauch zu legalisieren.

Berlin - Der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan befürwortet eine weitgehende Legalisierung aller Drogen. „Wir müssen akzeptieren, dass eine drogenfreie Welt eine Illusion ist“, sagte Annan.

„Ich glaube, dass Drogen viele Menschenleben zerstört haben - aber falsche Maßnahmen seitens der Regierungen haben noch viel mehr Elend angerichtet“, schrieb er in einem Beitrag für das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“.

Der Krieg gegen die Drogen habe kaum Erfolge gebracht und habe sich inzwischen längst zum „Krieg gegen Menschen“ weiterentwickelt, schrieb Annan. Daher sei jetzt radikales Umdenken nötig.

Nach Ansicht des früheren UN-Chefs (1997-2006) müssen privater Drogenkonsum „dringend entkriminalisiert“ und ein möglichst sicherer Zugang zu Drogen gesetzlich geregelt werden. Statt auf Verbote und Strafverfolgung sollten die Staaten besser auf Aufklärung und Therapieangebote setzen.

Die Drogenpolitik der vergangenen 50 Jahre habe die Nachfrage nach Drogen nicht verringert, wohl aber „einen internationalen kriminellen Markt geschaffen, der Gewalt, Korruption und Instabilität“ erzeuge.

dpa

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