US-Wahlkampf

Donald Trump: Mit Pöbelei punktet er bei Wählern

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Punktet mit Pöbeleien: US-Milliardär Donald Trump.

Washington - Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat laut Umfragen seinen Vorsprung ausgebaut. Mit starken Sprüchen und Pöbeleien scheint der Hau-Drauf zu punkten. Lesen Sie die krassesten Trump-Sprüche:

Nach einer neuen Befragung im Auftrag der Zeitung „Washington Post“ und des Senders ABC News äußerten 24 Prozent der Befragten Unterstützung für den milliardenschweren Bewerber Donald Trump und 12 Prozent für den einstigen Spitzenreiter Bush. An zweiter Stelle lag der Gouverneur des Bundesstaates Wisconsin, Scott Walker, mit 13 Prozent. Befragt wurden potenzielle republikanische oder parteilose Wähler.

Die Sprüche, mit denen Trump bei dieser Wählergruppe anscheinend oft offene Türen einrennt, sind heftig, zum Teil geschmacklos und oft genug hetzerisch.

Hier einige jüngere Kostproben aus der Pöbel-Kiste des Republikaners, der als ein Tycoon im Immobilien- und Entertainmentgeschäft nahezu jedem in den USA ein Begriff ist.

Donald Trump über .... 

... Amerikas Vietnam-Veteran, Senator John McCain (78): „Er ist kein Kriegsheld. Er ist ein Held, weil er gefangen genommen wurde. Ich mag Leute, die sich nicht gefangen nehmen lassen…“

... Mexikaner: „Sie bringen Drogen, sie bringen Kriminalität, sie bringen Vergewaltiger und ja, angeblich gibt es auch gute Mexikaner.”

... noch einmal über Mexiko:  „Ich gehe nicht nach Mexiko. Und ich denke, kein Amerikaner sollte dies tun. Wir sollten Mexiko boykottieren.“

... Jeb Bush, der gesagt hatte, dass der Irak-Krieg 2003 eine richtige Entscheidung war: „Er ist ein netter Kerl. Aber ein kompletter Dummkopf.“

... den einstigen Kandidaten Mitt Romney (68): „Er ist ein Rohrkrepierer. Gegen einen Versager wie Obama zu verlieren, zeigt, dass er schlicht nicht über die Ziellinie laufen kann.“...

... Hillary Clinton: „Sie ist verzweifelt, traurig und nervös.“

... Barack Obama: „Er spielt den ganzen Tag Golf und wurde bei den Verhandlungen mit dem Iran vorgeführt.“

... zu dem Vorwurf des Präsidentschaftskandidaten Rick Perry, dass er ein Volksverhetzter sei: „Perry weiss nicht, was das Wort Volksverhetzer bedeutet. Er sollte zu einem IQ-Test gezwungen werden, bevor er bei der GOP-Debatte zugelassen wird.”

Attacke auf McCain nehmen ihm viele übel

Das rüpelhafte Auftreten des Milliardärs kommt andererseits bei vielen schlecht an. Mit seiner Attacke gegen den Kriegs-Veteranen McCain hat Trump eine Sturm der Entrüstung ausgelöst. So sagte beispielsweise Rick Perry, der ehemalige Gouverneur von Texas: „Donald Trump schuldet allen Veteranen eine Entschuldigung”.

In den USA wird im November 2016 ein neuer Präsident gewählt. Mittlerweile gibt es bereits 15 republikanische Präsidentschaftsbewerber. Es wird erwartet, dass sich diese Zahl noch auf 17 erhöht.

Die Zahl von Trumps Verbal-Attacken wird sich voraussichtlich ebenfalls noch erhöhen, wie auch deren Heftigkeit auf der anscheinend nach oben offenen Trump'schen Pöbel-Skala.   

js

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