DGB-Chef Hoffmann für Abbau von unbezahlten Überstunden

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Das Thema Mehrarbeit sorgt immer wieder für Zündstoff. Foto: Oliver Berg/Ilustration

Berlin/Nürnberg (dpa) - DGB-Chef Reiner Hoffmann hat sich für einen raschen Abbau unbezahlter Überstunden ausgesprochen. Wo sie dauerhaft anfielen, müssten neue Stellen geschaffen werden, sagte Hoffmann der "Welt".

Nur so sei gewährleistet, dass Beschäftigte lange arbeiten könnten und gesund blieben. Zudem kritisierte der DGB-Chef, dass Arbeitnehmer immer mehr leisten müssten.

"Wir wissen, dass die Arbeitsbelastung in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen hat, durch Arbeitsverdichtung, Arbeit am Wochenende und dauernde Erreichbarkeit. Diese Belastung führt zu Stress und Erkrankungen", sagte er der Zeitung.

Nach Erkenntnissen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) leisten deutsche Arbeitnehmer inzwischen deutlich weniger unbezahlte Überstunden als im vorangegangenen Jahrzehnt. Noch im Jahr 2008 hatten die Nürnberger Arbeitsmarktforscher 1,2 Milliarden unbezahlte Überstunden registriert. In diesem Jahr dürften es rund 1,109 Milliarden Stunden sein.

Nach einer IAB-Studie vom Frühjahr hatte jeder Beschäftigte im Schnitt 28,7 Überstunden ohne finanziellen Ausgleich gearbeitet. 2008 waren es noch 33,5 Stunden. Die Zahl der bezahlten Überstunden dürfte nach einer IAB-Prognose dagegen in diesem Jahr bei 817 Millionen liegen.

IAB-Kurzbericht mit Überstundenprognose 2015, Tabelle Seite 9

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