Landtagswahlen in Österreich

Dank Anti-Ausländer-Parolen: FPÖ legt deutlich zu

+
FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache (l.) und sein Generalsekretär Harald Vilimsky haben Grund zum Feiern.

Graz/Eisenstadt - Bei zwei Landtagswahlen in Österreich hat die rechte FPÖ am Sonntag mit einer ausländerfeindlichen Kampagne teils spektakuläre Gewinne eingefahren.

In der Steiermark kann sie laut vorläufigem amtlichen Endergebnis ihren Stimmenanteil um 16,5 Prozentpunkte auf 27,1 Prozent steigern. Sie liegt damit nur knapp hinter sozialdemokratischer SPÖ (29,2 Prozent) und konservativer ÖVP (28,5 Prozent). Auch im Burgenland legte die FPÖ deutlich zu.

Speziell in der Steiermark hatte die FPÖ mit Slogans wie „Fremd im eigenen Land“ und „Neue Wohnungen statt neue Moscheen“ um Stimmen geworben. Die in Graz bisher regierende rot-schwarze Koalition hatte darauf gesetzt, dass ihr Reformkurs bei den Wählern verfängt. Stattdessen verbuchten beide Volksparteien laut vorläufigem Endergebnis Verluste um die neun Prozentpunkte. Im Ergebnis sind noch nicht die Briefwähler berücksichtigt. Mit deutlichen Verschiebungen wird aber nicht gerechnet.

Die beiden Landtagswahlen waren erster Höhepunkt eines Super-Wahljahrs in Österreich. Bis zum Herbst folgen noch zwei weitere Landtagswahlen unter anderem in Wien. Die Urnengänge sind auch der bisher umfassendste Stimmungstest für die seit 18 Monaten amtierende rot-schwarze Bundesregierung.

dpa

Meistgelesen

66-Jähriger stirbt bei Unfall auf L453

66-Jähriger stirbt bei Unfall auf L453

William und Kate: Darum halten sie in der Öffentlichkeit nie Händchen

William und Kate: Darum halten sie in der Öffentlichkeit nie Händchen

Neun Gründe, warum Deutschland nicht härter gegen Erdogan durchgreift

Neun Gründe, warum Deutschland nicht härter gegen Erdogan durchgreift

Neue Details zum Amokläufer in München: Er war zuvor bei Tugce

Neue Details zum Amokläufer in München: Er war zuvor bei Tugce

Zwei Touristen sterben bei Erdbeben in der Ägäis

Zwei Touristen sterben bei Erdbeben in der Ägäis

Urlaub in der Türkei: Wem das Ausbleiben der Deutschen schadet

Urlaub in der Türkei: Wem das Ausbleiben der Deutschen schadet

Kommentare