Berufseinsteiger trifft das hart

Ingenieure in der Coronakrise: Jobsuche deutlich erschwert

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Ein Techniker und zwei Ingenieure arbeiten in einem MTU-Prüfstand in Friedrichshafen an einem mobilen MTU-Gasmotor von Rolls-Royce.

Als Ingenieur war man bislang auf dem Arbeitsmarkt äußerst gefragt. Vor allem in der Region Stuttgart lockten Daimler und Co. lange Zeit mit vielversprechenden Stellenangeboten. Durch das Coronavirus hat sich die Situation in Baden-Württemberg drastisch verändert. 

Stuttgart - Zahlen aus dem aktuellen Ingenieurmonitor, den der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) gemeinsam mit dem Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) herausgibt, zeigen: Der konjunkturelle Einbruch hinterlässt gravierende Spuren auf dem Arbeitsmarkt für Ingenieure. Allein im dritten Quartal 2020 sank die Anzahl der offenen Stellen in Deutschland um 26,2 Prozent. Gleichzeitig stieg die Zahl der arbeitslos gemeldeten Ingenieure um 44,9 Prozent. Klassische Ingenieure wie Maschinenbauer und Fahrzeugtechniker sind in Baden-Württemberg, aber auch deutschlandweit derzeit deutlich weniger gefragt als bisher. Höher im Rennen sind nun Berufe im Bereich Bau oder Informatik. Wer sich auf die Bereiche Künstliche Intelligenz (KI), maschinelles Lernen oder Software-Anwendungen spezialisiert hat, hat zurzeit deutlich bessere Karten auf dem Ingenieursarbeitsmarkt als jemand aus dem Bereich Elektronik/Elektrotechnik.

Wie BW24* berichtet, vernichtet die Corona-Krise Jobs einer Berufsgruppe, die bei Daimler und Co. bisher heiß begehrt war.

Das Coronavirus in Baden-Württemberg breitet sich in den letzten Wochen wieder mit hoher Geschwindigkeit aus (BW24* berichtete). *BW24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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