„Jene unterstützen, auf die es jetzt ganz besonders ankommt“

Im Kampf gegen Coronavirus: BASF stellt kostenloses Desinfektionsmittel für Krankenhäuser her

Die BASF aus Ludwigshafen stellt im Kampf gegen das Coronavirus Desinfektionsmittel her und liefert diese kostenlos an Krankenhäuser und Kliniken. Mehr zur Aktion „Helping Hands“:

  • Das Coronavirus breitet sich in Deutschland weiter aus.
  • Der Chemiekonzern BASF stellt Hand-Desinfektionsmittel her.
  • Diese werden Krankenhäuser und Kliniken kostenlos zur Verfügung gestellt. 

Das Coronavirus in Deutschland breitet sich von Tag zu Tag weiter aus. Seit dem 25. Februar haben sich rund 25.000 Menschen mit dem Virus infiziert, 112 Menschen sind daran gestorben (Stand: 23. März). Die Kliniken und Krankenhäuser in Deutschland haben für schwer erkrankte Patienten Isolationsstationen bereitgestellt. Platz für Covid-19-Patienten ist dementsprechend grundsätzlich da, allerdings haben viele Kliniken und Krankenhäuser ein anderes Problem: die Ausrüstung. So wird der Bestand von Desinfektionsmittel und Atemschutzmasken immer geringer. Teilweise klauen sogar Patienten Masken und Desinfektionsmittel. 

Im Kampf gegen das Coronavirus hat nun der Chemiekonzern BASF die Aktion „Helping Hands“ ins Leben gerufen. Das Unternehmen mit Firmensitz in Ludwigshafen produziert ab sofort Hand-Desinfektionsmittel und stellt dieses dann kostenlos Krankenhäusern zu Verfügung. 

Coronavirus: BASF stellt kostenloses Desinfektionsmittel für Krankenhäuser her

Während am 17. März noch die organisatorischen und technischen Fragen geklärt werden mussten, kann die BASF bereits am Montag (23. März) die ersten Kliniken mit dem gratis Desinfektionsmittel beliefern. Es handle sich dabei um Krankenhäuser in Ludwigshafen, Heidelberg und Mannheim, wie ein Sprecher der BASF der Deutschen Presse-Agentur mitteilt. „Heute und in den kommenden Tagen setzen wir die Lieferungen fort, und es gehen Sendungen mit Hand-Desinfektionsmitteln an weitere Krankenhäuser in der Metropolregion Rhein-Neckar", kündigt er an. 

Wie LUDWIGSHAFEN24.de* berichtet, hat die BASF die Herstellung von Desinfektionsmittel eine Ausnahmegenehmigung des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministeriums erhalten. Normalerweise steht dieses Produkt nicht auf dem Portfolio, doch die Lage ist aufgrund des Coronavirus ernst und es muss gehandelt werden. Dem Chemieunternehmen zufolge produziert der Konzern am Standort Ludwigshafen einige der Rohstoffe, die zur Herstellung von Desinfektionsmitteln verwendet werden können. Andere notwendige Rohstoffe werden extern zugekauft und innerhalb der Wertschöpfungskette zur Herstellung anderer Produkte verwendet.

Coronavirus: BASF produziert kostenloses Desinfektionsmittel für Kliniken und Krankenhäuser

 „Wir haben uns überlegt, wie wir im Rahmen unserer Möglichkeiten am besten helfen können, indem wir jene unterstützen, auf die es jetzt ganz besonders ankommt: die Ärztinnen, Ärzte und das Pflegepersonal in den Kliniken", so BASF-Vorstandsmitglied Michael Heinz. „Von den Krankenhäusern in der Region wissen wir, dass die Versorgungslage bei geeigneten Desinfektionsmitteln teils sehr angespannt ist‘, sagt BASF-Werksleiter Uwe Liebelt einer Mitteilung zufolge. 

BASF stellt kostenloses Desinfektionsmittel für Krankenhäuser her (Symbolfoto)

Dass das Coronavirus aber auch andere Branchen schwerwiegend treffen wird, ist sich Unternehmenschef Martin Brudermüller sicher. Bereits Ende Februar rechnet er mit deutlichen Belastungen für die Weltwirtschaft. „In diesem Jahr erleben wir bereits in den ersten beiden Monaten eine hohe Unsicherheit in der Weltwirtschaft", so Brudermüller. 

BASF: Mitarbeiter infiziert – erster Coronavirus-Fall im eigenen Werksgelände

Am 8. März bestätigt die BASF, dass es einen ersten Coronavirus-Fall im Chemiekonzern gibt. Ein Mitarbeiter, der in Ludwigshafen beschäftigt ist, hat sich mit dem Virus infiziert. Er sowie Kontaktpersonen standen unter häusliche Quarantäne. 

*LUDWIGSHAFEN24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

dpa/jol

Rubriklistenbild: © picture alliance/Jonas Güttler/dpa

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