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Corona und Grippe: Lauterbach warnt vor „gefährlicher Kombination“ im Herbst

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Karl Lauterbach
Karl Lauterbach (Archivfoto) © Bernd von Jutrczenka/dpa

Der Herbst könnte die nächste große Corona-Welle bewirken. Außerdem warnt Gesundheitsminister Lauterbach vor der Ausbreitung der Influenza.

Berlin – Die Geschichte der letzten beiden Pandemie-Winter könnte sich auch in diesem Jahr wiederholen. Auf Twitter warnt Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bereits vor dem kommenden Herbst. Neben dem Wiederaufleben des Coronavirus soll auch darauf geachtet werden, eine Grippewelle zu verhindern. Lauterbach beschreibt die zeitgleiche Ausbreitung von Covid-19 und Influenza als „sehr gefährliche Kombination“.

Corona im Herbst: Das sagt der Expertenrat der Bundesregierung

Am 8. Juni hat sich der Corona-Expertenrat der Bundesregierung beraten und seine Einschätzungen für den kommenden Herbst und Winter bekannt gegeben. „Wir müssen jetzt Dinge vorbereiten“, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach im Deutschlandfunk. Es brauche Konzepte für Impfungen und Tests. Daten aus Krankenhäusern müssten schneller verfügbar sein. Zudem müsse man die Rechtsbasis für schnelle Reaktionen auf das Pandemiegeschehen anpassen.

Die Expertinnen und Experten stellten drei Szenarien für die Entwicklungen im Herbst auf. Dabei bezeichnete Lauterbach das mittlere Szenario mit weniger gravierenden Auswirkung als derzeit wahrscheinlichstes. Für die kommenden Monate könne man einen, an die Omikron-Variante angepassten Corona-Impfstoff erwarten. Es sei aber nicht auszuschließen, dass der Herbst auch neue ansteckendere und gefährlichere Virusvarianten bereithalten könne.

Corona- und Grippewelle im Winter: Lauterbach warnt

Doch die Corona-Pandemie ist nicht die einzige Sorge für den Winter. In Australien breitet sich seit Ende April die Influenza explosionsartig aus. Üblicherweise sind die Infektionszahlen der Grippe in Australien zwischen Juli und August am höchsten. Dieses Jahr übersteigt die Influenza schon Ende Mai den Höchststand der letzten starken australischen Grippewelle von 2017.

Die Doppelinfektion mit Corona und Grippe wird als „Flurona“ bezeichnet und trat schon zu Beginn der Pandemie in China auf. Es wird angenommen, dass die Infektion mit beiden Viren für den Körper belastender und „etwas gefährlicher“ ist.

Um in Deutschland und Europa die Influenza und das Coronavirus in Zaum zu halt, empfiehlt Gesundheitsminister Lauterbach auf Twitter das Altbekannte: „Leider wahr: Ohne Maskenschutz und Kontaktbegrenzungen könnte uns eine sehr gefährliche Kombination von COVID und Grippe im Herbst und Winter drohen.“ Lauterbach und Expertenrate empfehlen deshalb ein regelmäßiges Screening auf Corona und Grippeviren. Härtere Maßnahmen des Infektionsschutzes seien erst nötig, sobald neue und gefährlichere Virusvarianten auftauchen. Zudem wolle man eine erfolgreiche Impfkampagne gegen die Doppelinfektion vorbereiten. (aa)

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