Schätzung zweifelhaft

Innenministerium glaubt nicht an 1,5 Millionen Flüchtlinge

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Die Schatten von Flüchtlingen nach ihrer Ankunft in Schönefeld. Foto: Patrick Pleul

Erst Hunderttausende, dann bis zu einer Million und jetzt womöglich noch viel mehr Flüchtlinge: Laut einer neuen Prognose droht womöglich ein Zusammenbruch der Versorgung. Auch zum Winter sei keine Entspannung in Sicht.

Berlin (dpa) - Das Bundesinnenministerium hält die Schätzung von 1,5 Millionen Flüchtlingen in diesem Jahr für zweifelhaft. Man könne auf Basis der großen Zahl von Neuankömmlingen im September keine Hochrechnungen anstellen.

Das sagte ein Sprecher des Ministeriums. "Wir gehen noch davon aus, dass die Wintermonate dazu führen werden, dass sich der Migrationsdruck verringern wird", fügte er hinzu. Mit Blick auf die aktuellen Gespräche zwischen der EU und der türkischen Regierung über eine Begrenzung des Andrangs, sagte er, es sei auch möglich, dass die Ergebnisse konkrete Auswirkungen auf die Zahl der Asylbewerber haben würden.

Die "Bild"-Zeitung berichtete am Montag, in einer internen Prognose einer nicht näher benannten Behörde sei von bis zu 1,5 Millionen Asylbewerbern im laufenden Jahr die Rede. Die offizielle Prognose ging zuletzt von 800 000 aus.

Im September waren in Deutschland mehr als 160 000 Flüchtlinge offiziell registriert worden. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ging vergangene Woche davon aus, dass im September insgesamt aber mehr als 270 000 Menschen in Deutschland angekommen sind.

BAMF Asylprognose

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