EKD-Vorsitzender

Bedford-Strohm: "Pegida bedroht christliche Werte"

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Der EKD-Vorsitzende Heinrich Bedford-Strohm.

Berlin - Für den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, ist eine pauschale Darstellung von Muslimen als Bedrohung unvereinbar mit christlichen Werten.

„Wer entsprechende Parolen mitskandiert oder ihnen zustimmt und dann noch das Wort „christlich“ in den Mund nimmt, der sollte heute nur mal einen Moment auf die Weihnachtsbotschaft hören“, sagte der höchste Repräsentant der 23 Millionen deutschen Protestanten dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Mittwoch). „Das Kind in der Krippe hat nur überlebt, weil seine Eltern in Ägypten Asyl gefunden haben.“

Wer sich das klar mache, der könne gar nicht anders, als die Verfolgten von heute mit helfenden Händen zu empfangen, statt „eigene Probleme auf die abzuwälzen, die am allerschwächsten sind“.

Mit Blick auf die islamfeindliche „Pegida“-Bewegung und ihre Anhänger sagte Bedford-Strohm: „Verbale - und erst recht tätliche - Angriffe auf Flüchtlinge, pauschale Verdächtigungen, Bedrohungsszenarien und ausländerfeindliche Reden sind unvereinbar mit dem christlichen Glauben.“

dpa

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