Nahles: Mindestlohn schützt auch Flüchtlinge vor Ausbeutung

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Fensterputzer am Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt am Main. Die Arbeitgeber ziehen ein Dreivierteljahr nach der Einführung des Mindestlohns eine negative Bilanz. Foto: Frank Rumpenhorst

Fast neun Monate gilt der Mindestlohn - die Arbeitgeber sehen die Wirkungen kritisch. Und die Linke kritisiert, zur Bewältigung der Flüchtlingskrise würden Abstriche bei den Kontrollen gemacht.

Berlin (dpa) - Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat den Mindestlohn als Schutz gegen Ausbeutung auf dem deutschen Jobmarkt verteidigt. 

"Mit diesen Haltelinien dämmen wir auch Risiken ein, dass Flüchtlinge, die zu uns kommen, auf unserem Arbeitsmarkt ausgebeutet werden", sagte Nahles am Dienstag in Berlin. Unter anderem der Landkreistag hatte dafür plädiert, dass Asylbewerber vorübergehend vom Mindestlohn ausgenommen werden. 

Rund ein Dreivierteljahr nach Einführung der Lohnuntergrenze von 8,50 Euro zog Nahles auf einer DGB-Veranstaltung eine positive Bilanz. Der Mindestlohn habe vor allem Un- und Angelernten höhere Löhne gebracht, Minijobbern zu regulären Jobs verholfen und den Konsum in Deutschland angekurbelt. Nahles plädierte dafür, nun auch auf europäischer Ebene zu einem "System unterer Haltelinien" gegen Niedriglöhne zu kommen. 

Infos der Bundesregierung zum Mindestlohn

DGB-Veranstaltung

Änderungen Mindestlohnregeln nach einem halben Jahr

Tarifautonomiestärkungsgesetz - Mindestlohn

DGB-Umfrage

Kauder im Handelslbatt am 23.3.

Parlamentskreis Mittelstand zum Mindestlohn

Bundesregierung zu Auswirkungen des Mindestlohns

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