Arbeitgeber: Frauenquote nochmal prüfen

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Zwei männliche und ein weibliches Vorstandsmitglied auf einer Hauptversammlung auf dem Podium. Foto: Oliver Berg/Illustration

Berlin (dpa) - Vor der ersten Bundestagsberatung zur Frauenquote in der Wirtschaft fordern die Arbeitgeber, die Pläne noch einmal zu überdenken.

"Angesichts zahlreicher zusätzlicher bürokratischer Belastungen, unter denen die Wirtschaft bereits leidet, sollte die Quotenregelung noch einmal auf den Prüfstand", sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Ingo Kramer, der "Passauer Neue Presse" (Freitag).

Der Bundestag berät heute erstmals über die Frauenquote. Nach den Plänen der Regierung sollen börsennotierte und voll mitbestimmungspflichtige Unternehmen für alle Aufsichtsratsposten, die ab 2016 zu besetzen sind, eine Quote von 30 Prozent einhalten müssen.

Kramer sagte: "Quotenregelungen helfen nicht und bedeuten vor allem unnötige Bürokratie wie zusätzliche Berichtspflichten, komplizierteste Selbstverpflichtungen auch für börsennotierte Kleinstunternehmen sowie aufwendige Nachwahlverfahren, wenn die Quote nicht erfüllt werden kann."

Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) erhob noch einmal Einwände. Die stellvertretende Vorsitzende Elke Hannack forderte in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitag): Die "Bank der Arbeitnehmer auf der einen und die Bank der Anteilseigner auf der anderen Seite" müssten "getrennt betrachtet werden". Die Gewerkschaften fürchteten, dass die Vertreter der Aktionäre sich vor der Quote drücken könnten, weil die meisten Frauen in mitbestimmten Aufsichtsräten Arbeitnehmervertreterinnen seien.

Gesetzentwurf der Regierung

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