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41 Tote bei Feuer in Kirche in Ägypten: 30 Krankenwägen bei Rettungsaktion im Einsatz

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Von: Lukas Einkammerer

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In einer koptischen Kirche in Gizeh ist es zu einem brand gekommen.
Tragische Bilder aus der ägyptischen Stadt Gizeh: Bei einem Feuer in einer koptischen Kirche sind 41 Menschen ums Leben gekommen. © dpa/Mahmoud El-Khawas

Bei einem Feuer in einer Kirche in Ägypten sind 41 Menschen ums Leben gekommen. Zum Zeitpunkt des Brandes sollen sich 5.000 Gläubige in dem Gebäude befunden haben.

Kairo/Gizeh - In einer koptischen Kirche in der ägyptischen Stadt Gizeh, die in der Nähe der Hauptstadt Kairo liegt, ist am Sonntag ein Feuer ausgebrochen. Dabei sollen laut Angaben der Kirche des Landes 41 Menschen ums Leben gekommen sein. Medizinische Quellen aus Ägypten bestätigten diese Zahl gegenüber der Deutschen-Presse-Agentur. Zudem sollen 14 Personen verletzt worden sein.

Feuer in koptischer Kirche nahe Kairo: Defekte Klimaanlage Schuld an Brand

Wenige Stunden nach dem Feuer haben die Behörden die Brandursache identifiziert. Wie das ägyptische Innenministerium erklärt, sei eine defekte Klimaanlage Schuld an dem Brand gewesen, der Berichten zufolge zum Ende eines Gottensdienstes hin ausbrach. Wie Augenzuegen gegenüber der Zeitung Al-Masry Al-Youm erklärten, sei es nach einem Stromausfall zu einem Kurzschluss gekommen sein, der das Feuer auslöste.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, sollen sich laut örtlicher Quellen zum Zeitpunkt des Feuers rund 5.000 Personen in der Abu Sifin Kirche im Stadtteil Imbaba befunden haben. Mit dem Ausbruch des Feuers soll es zu einer Massenpanik gekommen sein. Auf Bildern, die in den sozialen Medien verbeitet werden, bilden sich traurige Szenen ab: Wo Stunden zuvor noch eine Glaubensgemeinschaft zusammentraf, finden sich nun nur noch verängstigte Menschenmengen und ausgebrannte Räumlichkeiten.

Feuer in koptischer Kirche nahe Kairo: Einsatzkräfte bringen Flammen unter Kontrolle

Der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi sprach im Anschluss an das Desaster mit Tawadros II., dem Papst der Kopten, die in Ägypten mehr als 10 Millionen Mitglieder haben. Außerdem drückte er auf der Kurznachrichtenplattform Twitter sein Mitgefühl aus und versprach, sämtliche Mittel einzusetzen und den Betroffenen alle verfügbare Hilfe zukommen zu lassen.

Angaben des Gesundheitsministeriums zufolge trafen bereits wenige Minuten nach dem Notruf 30 Krankenwägen an der Kirche ein um die Rettungsmaßnahmen zu unterstützen und 55 Menschen in naheliegende Krankenhäuser zu bringen. Die Flammen konnten von Zivilschützern nach knapp zwei Stunden schließlich eingedämmt werden. (dpa/le)

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