Abgas-Vorwürfe

Deutsche Umwelthilfe geht juristisch gegen Opel vor

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Den juristischen Schritt gegen Opel hatte Umwelthilfe-Chef Jürgen Resch bereits in der vergangenen Woche angekündigt.

Berlin/Rüsselsheim - Der Streit um Opel-Dieselautos geht weiter. Weil das Unternehmen bestimmte Werbeaussagen nicht widerrufen will, zieht die Deutsche Umwelthilfe nun vor Gericht.

Die Deutsche Umwelthilfe macht weiter Druck auf Opel und geht juristisch gegen angeblich falsche Werbeversprechen des Autobauers vor.

Ein Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen bestimmte Werbeaussagen sei am Mittwoch vor dem Landgericht Darmstadt gestellt worden, teilte die Organisation in Berlin mit. Den Schritt hatte Umwelthilfe-Chef Jürgen Resch bereits in der vergangenen Woche angekündigt.

Opel wollte nichts dazu sagen

Das Gericht bestätigte am Nachmittag den Eingang des Antrags. Es stand nach Angaben einer Justizsprecherin zunächst nicht fest, wie die zuständige Kammer für Handelssachen weiter vorgeht.

Opel täusche Verbraucher unter anderem mit der Aussage, seine Abgasreinigung sei bei minus 30 Grad getestet worden, wiederholte die Umwelthilfe ihre Vorwürfe. Das Unternehmen hat inzwischen angegeben, dass die Abgasreinigung bei Temperaturen unter 17 Grad nur im geringeren Umfang aktiv sei.

Der Autobauer hatte in der vergangenen Woche auf ein entsprechendes Unterlassungsverlangen der Deutschen Umwelthilfe reagiert und sich verpflichtet, zwei von zehn kritisierten Aussagen nicht mehr im Zusammenhang mit dem Modell Zafira Diesel zu wiederholen. In der einstweiligen Verfügung geht es nun um die übrigen acht Aussagen. Am Mittwoch wollte Opel die Vorwürfe nicht erneut kommentieren.

dpa

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