Polizei fahndet unter Hochdruck

Suche nach 17-jähriger Anneli - Neue Hinweise

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Eine 17-Jährige ist im sächsischen Meißen vermutlich entführt worden. Laut Polizei gibt es eine Lösegeld-Forderung. Foto: Polizei Dresden

Klipphausen/Käbschütztal - Unermüdlich sucht die Polizei nach einer wohl entführten 17-Jährigen in Sachsen. Es geht um Erpressung und Menschenraub. Haben die Ermittler vielleicht eine heiße Spur?

Update vom 20. August 2015: Die Nachricht war kryptisch und sie wurde auf Facebook gepostet: Die Eltern der ermordeten Anneli (17) haben alles versucht, um mit den Entführern ihrer Tochter in Kontakt zu treten.

Update vom 19. August 2015: Jetzt ist es traurige Gewissheit: Die 17-jährige Anneli ist tot. Warum das Mädchen sterben musste, ist noch völlig unklar. Doch jetzt wurden neue grausame Details im Fall Anneli bekannt.

Im Fall der verschwundenen 17-jährigen Anneli aus Sachsen fahndet die Polizei mit Hochdruck nach der mutmaßlich entführten Jugendlichen. Ein Großaufgebot von Polizei und Spezialeinsatzkräften durchsuchte am Montag Gebäude im Gebiet von Klipphausen südlich von Meißen, darunter einen Bauernhof samt Umgebung in Lampersdorf, und eine Wohnung in Dresden-Cotta. Die Region südlich von Meißen wurde per Hubschrauber mit Wärmebildkamera überflogen. Medienberichte, wonach es eine erste Festnahme gegeben habe, bestätigten Polizei und Staatsanwaltschaft nicht.

Die Behörden halten sich in dem Fall um die Unternehmertochter ermittlungstaktisch eher bedeckt. Auch zu Durchsuchungsergebnissen wollte ein Sprecher der Polizei Dresden nichts sagen. Von Anneli fehlt nach wie vor jede Spur. Nach unbestätigten Berichten mehrerer Medien soll es um ein hohes Lösegeld gehen. In einem Offenen Brief versicherten die Eltern am Wochenende den vermuteten Entführern, „dass wir die angezeigten Forderungen erfüllen werden, um unser Kind bald in die Arme nehmen zu können“.

Fall Anneli: 50 Hinweise nach Zeugenaufruf

Auf einen Zeugenaufruf vom Sonntag gingen bis Montagabend mehr als 50 Hinweise ein, die überprüft werden. Bisher ohne Erfolg. „Es gibt kein Lebenszeichen“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Lorenz Haase. Die Gymnasiastin verschwand nach Erkenntnissen der Ermittler am Donnerstag unweit des Örtchens Luga südwestlich von Meißen. Die Polizei geht wegen einer Lösegeldforderung von einer Entführung aus, es wird wegen erpresserischen Menschenraubes ermittelt.

Anneli hatte das Wohnhaus ihrer Eltern offiziellen Angaben nach am Tatabend gegen 19.30 Uhr verlassen und war mit dem Familienhund Gassi gegangen. Auf einem teils asphaltierten Feldweg zwischen Luga und der Bundesstraße 101 verschwand sie wenig später. Das Tier blieb allein zurück, tauchte laut Polizei später aber wieder auf.

Ein Spürhund hatte die Polizei dann von dort zu einem nahe gelegenen Hof geführt, den ein Spezialeinsatzkommando Freitagmorgen durchsuchte. Der Teenager war dort aber nicht gefunden worden.

Im Zeugenaufruf beschrieb die Polizei die Schülerin als 1,72 Meter groß und von schlanker Statur. Sie habe lange, glatte braune Haare und zum Zeitpunkt des Verschwindens ein helles Oberteil mit dünnen blauen Streifen sowie kurze blau-graue Jeans getragen. Mehr als zwei Dutzend Beamte koordinieren die Suche nach Anneli. „Es gibt keine Pause für uns“, sagte der Polizeisprecher. „Das wird so lange so sein, bis wir das Mädchen finden.“

dpa

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